Polizei stoppt Betrüger

Fake-Website für Hausboot-Vermietung beschlagnahmt

Erst im Sommer haben einige Urlauber auf einer gefälschten Seite Geld versenkt. Nun tauchte wieder eine Fake-Seite auf.
So sah die Seite von top-hausboot24.de aus, bevor die Neubrandenburger Kriminalpolizeiinspektion sie beschlagnahmte.
So sah die Seite von top-hausboot24.de aus, bevor die Neubrandenburger Kriminalpolizeiinspektion sie beschlagnahmte. Susann Salzmann
In diesem Haus sollte die Firma ihren Sitz haben. Foto: S. Salzmann
In diesem Haus sollte die Firma ihren Sitz haben. Foto: S. Salzmann Susann Salzmann
Neubrandenburg

Die Fake-Hausbootseite „Top-Hausboot24.de”, die kürzlich aufgetaucht war, ist nun durch die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg beschlagnahmt worden. Bevor der Beschluss umgesetzt werden konnte, waren laut Claudia Tupeit von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg aufwendige Ermittlungsarbeiten der Spezialisten der Kripo Neubrandenburg vorausgegangen. „Diese Ermittlungen dauern auch noch an”, informierte Claudia Tupeit am Donnerstag.

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Die Seite Top-Hausboot24.de war nach Polizeieinschätzung eine höchst professionell gestaltete Plattform mit angeblichem Firmensitz in Malchow. Selbst bei genauerem Hinsehen war sie schwer als Betrug erkennbar.

Opfer sehen ihr Geld nicht wieder

Dennoch hatte ein potenzieller Bucher den Handelsregistereintrag überprüft. Dieser stimmte nicht. Genau zu einer solchen Prüfung des Handelsregistereintrags rät auch die Polizei, um in einem sicheren, ersten Schritt festzustellen, ob es sich um echte Anbieter bei Online-Plattformen handelt oder nicht. Vor der Beschlagnahmung konnte die Seite zwar noch aufgerufen werden, Buchungen waren jedoch nicht mehr möglich.

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Aktuell werde ermittelt, ob es Geschädigte durch diese erneute Fake-Hausbootseite gibt. Ob es einen Zusammenhang zu der Fake-Hausbootseite „dein-hausbooturlaub.de” gibt, auf die im Sommer einige potenzielle Mieter hereingefallen waren, werde geprüft. „Für die uns bekannten Geschädigten konnte nach derzeitigem Stand das verlorene Geld nicht gerettet werden. Die Opfer stammten aus dem ganzen Bundesgebiet. Der Provider war seinerzeit verpflichtet worden, die Seite vom Netz zu nehmen”, teilte Claudia Tupeit mit.

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