Die Polizei warnt vor einer miesen Betrugsmasche, der eine Warenerin zum Opfer fiel  (Symbolbild).
Die Polizei warnt vor einer miesen Betrugsmasche, der eine Warenerin zum Opfer fiel (Symbolbild). ©-vegefox.com---stock.adobe.com
Polizei

Falsche Polizisten ergaunern in Waren 50.000 Euro

Die falschen Polizisten haben sich einer 84-Jährigen als Schmidt, Braun und Meier vorgestellt. Ihre Betrugsmasche war eine außerordentlich perfide.
Waren

Eine 84-jährige Frau aus Waren ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Wie die Polizei am Freitag mitgeteilt hat, habe die Seniorin seit dem 2. Februar täglich mehrfach Anrufe von falschen Polizeibeamten erhalten. Die falschen Polizisten, die sich als Schmidt, Braun und Meier vorstellten, erzählten der Seniorin den Angaben zufolge die Geschichte von der rumänischen Diebesbande, die eine Liste mit dem Namen der Frau dabei hätten. Die Beamten müssten nun das Geld der Geschädigten sicherstellen, da ein Teil der Bande noch immer unterwegs sei.

Mehr lesen: Trickbetrüger erbeuten tausende Euro von Senioren

Sieben Mal zur Bank gefahren

Durch die zahlreichen Anrufe hätten die Täter Angst verbreitet und die 84-jährige Warenerin unter Druck gesetzt, sie so dazu gebracht, an verschiedenen Tagen insgesamt sieben Mal mit einem Taxi zur Bank zu fahren und Geld abzuheben. Den fürsorglichen Taxifahrern und Bankmitarbeitern, die nachfragten, ob auch alles in Ordnung sei, versicherte die Frau, dass alles seine Ordnung habe, so die Polizei weiter.

Sogar EC-Karte mit Pin weitergereicht

Das Geld übergab sie in Umschlägen an unterschiedliche Täter, die an verschiedenen Tagen an ihrer Haustür erschienen. Dabei folgte sie nur telefonischen Anweisungen, eine Kommunikation mit den Geldabholern fand nicht statt. Die Geschädigte war nicht in der Lage, die Männer zu beschreiben. An einem Tag übergab sie auch ihre EC-Karte mit PIN. Damit hoben die Unbekannten Geld von ihrem Konto ab. Insgesamt stahlen die Täter über 50.000 Euro.

Der Betrug flog auf, weil eine besorgte Bankmitarbeiterin einen familiären Betreuer der Seniorin über diese ungewöhnlichen Abhebungen informierte. Der Betreuer begab sich sofort zu ihr und informierte die Polizei.

Ratschlag von der Polizei

Die echte Polizei warnt vor solchen fiesen Maschen und empfiehlt folgendes: „Seien Sie misstrauisch. Wir werden kein Geld zum Schutz vor Dieben bei Ihnen sicherstellen. Fragen Sie bei der echten Polizei nach, ob es den beschriebenen Sachverhalt wirklich gegeben hat. Lassen Sie sich den Dienstausweis zeigen. Übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen!” Weitere Informationen gibt es unter www.polizei-beratung.de

zur Homepage