Spendentour
Familie Gans stoppt die Radtour um die Müritz

Zwischen Müritzufer und dem Schlosshotel Klink watschelten Gänsefamilien von links nach rechts und wieder zurück und hielten die Radfahrer auf. Die nahmen‘s mit Humor. 
Zwischen Müritzufer und dem Schlosshotel Klink watschelten Gänsefamilien von links nach rechts und wieder zurück und hielten die Radfahrer auf. Die nahmen‘s mit Humor.
Stephan Radtke

Rund 500 Sportler haben auf dem Rad bei sengender Hitze die Müritz umrundet. Auf geänderter Strecke, mit tierischer Unterbrechung und für gute Zwecke.

Ob die 13 der 13. ZweiRadTour um die Müritz ein Omen war? Durch die Verwaltung des Müritz-Nationalparkamtes wurde die Strecke von Speck nach Boek nicht genehmigt. „Durch die vielen Fahrradfahrer werden die Tiere gestört“, hieß es in der Begründung. Kurzerhand wurde die Strecke gekürzt, und der Start erfolgte nicht wie sonst vom Volksbad Waren sondern von Boek. Und hier trafen sich 401 Fahrradfahrer, die gemeinsam die 60 Kilometer lange Strecke nach Waren bewältigen wollten.

Als erste Etappe wurde Rechlin angesteuert, um weitere Teilnehmer in die Gemeinschaft aufzunehmen. Bis zum Röbeler Hafen radelte der Fahrradtross, der bei hochsommerlichen Temperaturen nicht gegen die Kilometer, sondern gegen sengende Hitze zu kämpfen hatte. Auch in der kleinen Müritzstadt nutzten 50 Sportfreunde die Möglichkeit zum Einstieg in den Korso. „Ich bin überrascht, dass das DRK so eine schöne Tour organisiert“, staunte Urlauber Winfried Hertwig. Gerne steckte er zehn Euro in die Spendenbox. Weiter über Gotthun und Klink steuerte die ZweiRadTour Waren an. Auch in Sietow stiegen zahlreiche Familien in den Fahrradkorso ein.

Gans schön was los bei der Tour

Gestoppt wurden die Radler allerdings in Klink. Zwischen Müritzufer und dem Schlosshotel watschelten Gänsefamilien permanent von links nach rechts und wieder zurück und hatten Freude daran, die Radfahrer aufzuhalten. Erschöpft, aber stolz radelten am Nachmittag 507 Teilnehmer durch das Ziel am Warener Volksbad.

Bei einem Sattelfest präsentierte Uwe Jahn, Geschäftsführer im DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte, das Ergebnis. „Insgesamt wurden 27.450 Kilometer zurückgelegt.
3224,75 Euro wurden als Startgeld gespendet und weitere Zuwendungen rundeten die Summe auf 3750 Euro auf“, sagte er. Von diesem Geld werden die Verkehrswacht, die ambulante und stationäre Hospizarbeit an der Seenplatte sowie die Hansetour Sonnenschein profitieren.