Toralf Schnur (FDP) schießt scharf gegen den Neubrandenburger Polizeipräsidenten. Foto: NK-Archiv/S. Salzmann
Toralf Schnur (FDP) schießt scharf gegen den Neubrandenburger Polizeipräsidenten. Foto: NK-Archiv/S. Salzmann Susann Salzmann
Fusion in Lärz

FDP fordert Entlassung des Neubrandenburger Polizeipräsidenten

Sollten sich die Polizeipläne für das Fusion-Festival bestätigen, müsse der Neubrandenburger Polizeipräsident sofort entlassen werden. Das fordert die FDP Mecklenburgische Seenplatte.
Waren

Der FDP Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte fordert die unverzügliche Entlassung des Neubrandenburger Polizeipräsidenten, sollten sich die Planungen bezüglich des Fusion-Festivals 2019 bewahrheiten. Nach einem Bericht von Zeit-Online bereitet die Polizei offenbar einen größeren Einsatz vor als bisher bekannt. So soll laut einem Einsatzkonzept rund um die Uhr 100 Beamte in Uniform und Zivil auf dem Gelände sein. Zudem sollen in der Nähe eine Beweis- und Festnahmeeinheit der Bereitschaftspolizei sowie eine Hundertschaft für die Regelung des Verkehrs stationiert sein, berichtet Zeit Online. Außerhalb des Festivals seien zudem sowohl die Stationierung von Räumpanzer und Wasserwerfern geplant als auch die von Spezialkräften, die zum Beispiel bei Protesten gegen Atommüll-Transporte Demonstrantinnen von Bahngleisen losschneiden. Die Polizei gehe davon aus, rund 1000 Polizisten am Fusion-Gelände unterzubringen.

„Sofern tatsächlich Räumpanzer und Wasserwerfer bereitstehen sollen, oder auch ernsthaft in Erwägung gezogen wird, die Bundeswehr zu beteiligen, so ist dieser Polizeipräsident nicht mehr tragbar als Repräsentant für eine freiheitlich demokratische Grundordnung. Hier werden kriegsartige Szenarien im Zusammenhang mit einem friedliche Fest, welches seit 20 Jahren ohne größere Problem funktioniert hat, angenommen. Soviel Fantasie kann man gar nicht haben, um so etwas auch nur in Erwägung zu ziehen. Das ist schlicht der helle Wahnsinn”, schreibt FDP-Kreis-Chef Toralf Schnur.

Der FDP-Politiker sieht nun Innenminister Lorenz Caffier in der Pflicht, diesem „völlig überzogenen Treiben unverzüglich ein Ende zu setzen”, sagt Schnur. Es sei weder hinnehmbar, noch darstellbar, dass so etwas in Mecklenburg-Vorpommern passiere.

zur Homepage