PILOTPROJEKT

Feuerwehr als Unterrichtsfach in drei Schulen der Seenplatte

An Schulen im ländlichen Raum soll ab August Interesse für die Feuerwehr geweckt werden – mit besonderem Unterricht.
Susann Salzmann Susann Salzmann
Norbert Rieger wünscht sich über die Nachmittags-AG mehr Zulauf für die Brandbekämpfer.
Norbert Rieger wünscht sich über die Nachmittags-AG mehr Zulauf für die Brandbekämpfer. Georg Wagner
Wredenhagen.

Dass die Feuerwehr Nachwuchs braucht, ist nicht neu. Dafür aber die Offensive, die der Kreisfeuerwehrverband in Absprache mit dem Jugend- und Schulamt plant. Ab dem Schuljahr 2019/2020 soll Feuerwehrwissen an drei ausgewählten Schulen der Seenplatte nachmittags nach der letzten Schulstunde gelehrt werden – und das zweimal wöchentlich für je 90 Minuten.

Um dies bewerkstelligen zu können, werde extra eine Feuerwehrkraft eingestellt, heißt es von Norbert Rieger, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes. Das Pilotprojekt solle sich über drei Jahre ziehen. Die Maßnahme sei etwa angesichts der „sinkenden Selbsthilfefähigkeit, die in der Bevölkerung immer weiter gegen Null strebe“ notwendig. Die Arbeitsgemeinschaften gehören im Übrigen nicht zum verpflichtenden Unterricht. Auf dem Plan stehen lebensrettende Sofort- bis hin zu brandschutzvorbeugenden Maßnahmen.

Heute Abend stellte Rieger das Konzept in Wredenhagen vor. Ob die Grundschule davon Nutznießer sein wird oder welche drei Schulen am Pilotprojekt teilnehmen, sagte er nicht. Städte wie Neubrandenburg aber fielen aus. Man wolle mit dem Feuerwehrunterricht gezielt die ländliche Region erreicht. Dort, wo es brennt, sofern sich kein Nachwuchs findet.

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