Kurz vor Waren

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Feuerwehr befreit Reisende aus Zug

Nach zwei Stunden konnten die Passagiere den Triebwagen mit Hilfe der Feuerwehr verlassen.
Nach zwei Stunden konnten die Passagiere den Triebwagen mit Hilfe der Feuerwehr verlassen.
Nordkurier-Archiv

Wegen einer technischen Panne saßen 15 Passagiere in einem Zug kurz vor Waren fest. Sie wurden von der Feuerwehr befreit. Diese wundert sich, wie es zu der Mausefallen-Situation kommen konnte.

Der Nordkurier berichtete in den vergangenen Tagen mehrfach über überfüllte Züge. Über Fahrgäste, die einfach am Bahnhof stehen gelassen wurden. Über teils absurde Zustände.

Mindestens genau so absurd, und das ist noch harmlos formuliert, ging es am Samstagvormittag in einem Triebwagen der Hanseatischen Eisenbahn zu. Dieser fuhr kurz vor dem Warener Bahnhof nicht mehr weiter.

Feuerwehr rückte an

Ein technischer Defekt soll laut Medienangaben daran schuld gewesen sein. In dem Zug saßen 15 Reisende. Zwei Stunden mussten die Fahrgäste bei praller Hitze ausharren, ehe sie mit Hilfe der Feuerwehr den Zug verließen – beziehungsweise verlassen durften.

Die Feuerwehr musste weder die Fenster einschlagen noch die Türen aufbrechen. Nichts dergleichen. Die Kameraden öffneten die Türen ganz einfach per Schalter – wie sonst auch jeder Zuggast ein- und aussteigt. „Bei uns kann sich keiner erklären, warum die Passagiere zwei Stunden in dem Zug festsaßen”, sagt Warens Wehrführer Reimond Kamrath gegenüber dem Nordkurier.

Deutsche Bahn außen vor

Eine Frau litt anschließend unter Kreislaufproblemen und musste behandelt werden. Die Feuerwehr versorgte die befreiten Fahrgäste mit Getränken. Auch ein Notfallmanager der Deutschen Bahn war vor Ort, um zu unterstützen.

Die Deutsche Bahn macht gegenüber dem aber Nordkurier deutlich, dass sie mit dem Vorfall nichts zu hat. „Wir betreiben den Zug, der zwischen Waren und Malchow verkehrt, und auch die Infrastruktur nicht”, heißt es aus der Presseabteilung. Vertreter der Hanseatischen Eisenbahn waren am Sonntag für den Nordkurier nicht zu erreichen.

Nordkurier-Aktion: Wenn Sie in den kommenden Tagen mit der Bahn zwischen Berlin und MV unterwegs sind, melden Sie uns bitte überfüllte Züge.

Kommentare (2)

Da fährt ein Zug ohne Fahrpersonal die Feuerwehr muß die Türen öffnen seltsam

Im Artikel ist kein Wort über Zugpersonal. Was haben die die zwei Stunden gemacht? Die Elektrik der Türen bis zur Ankunft der Feuerwehr blockiert und den Fahrgästen mit Abwesenheit geglänzt? Man kann vermuten, dass das Personal ohne Absicherung auf den Gleisen niemanden rausgelassen haben. Trotzdem ist Management bei Krisensituationen keine Zauberei oder was Übernatürliches.