Penzlin muss sich bei Anschaffungen beschränken
Feuerwehr braucht neuen Mannschaftswagen

Klaus-Dieter Schüler wurde für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Auch jüngere erhielten eine Ehrung oder wurden befördert.
Klaus-Dieter Schüler wurde für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Auch jüngere erhielten eine Ehrung oder wurden befördert.
Nadine Schuldt

In Penzlin droht dem Haushalt ein Defizit. Das wirkt sich ein Stück weit auch auf die Feuerwehr aus. Doch wichtige Investitionen sind nicht betroffen.

Die Stadt Penzlin kann in diesem Jahr nur die wichtigsten Dinge für die Freiwillige Feuerwehr anschaffen. Das teilte Penzlins Bürgermeister Sven Flechner auf der Jahreshauptversammlung der Penzliner Wehr mit. Grund ist der defizitäre Haushalt für 2019, der gerade erstellt wird. „Wir können erstmals die laufenden Kosten nicht mehr decken”, erklärte Penzlins Bürgermeister Sven Flechner. So habe sich das Defizit auf etwa 800 000 Euro summiert – eine Verdopplung im Vergleich zu 2018. Daher können in diesem Jahr nicht alle Wünsche erfüllt werden, machte Flechner klar.

Wehrführer René Kittner hofft, dass dieses Jahr dennoch ein neuer Mannschaftswagen kommt. „Alle anderen Einsatzfahrzeuge haben eine begrenzte Kapazität”, sagte Kittner. So haben auf dem Tanklöschfahrzeug sechs Leute und auf dem Löschgruppenfahrzeug neun Kameraden Platz. Doch wenn mehr Leute für einen Einsatz benötigt werden, werde es schwierig. So sei auch der Einsatz von privaten Pkw problematisch, da sie nicht als Einsatzfahrzeuge gekennzeichnet seien, so Kittner.

Doch Sven Flechner beruhigte. Bei der Anschaffung des Mannschaftswagens handele es sich um eine Investition. Dafür erhalten sie gesonderte Schlüsselzuweisungen. Von denen könne die Stadt unter anderem den Eigenanteil für den Wagen stemmen. Der Rest wird über Fördermittel finanziert.

Die Penzliner freuten sich zudem über einen robusten Laptop, den sie von einem Energieunternehmen erhielten, das sich neuere Modelle anschafft und die alten ausmustert. Mit dem lichtunempfindlichen sowie staub- und sturzgeschützten Gerät soll nun das Löschgruppenfahrzeug ausgestattet werden. „Damit können Datenbanken wie Gebäude- oder Geländepläne beim Einsatz abgerufen werden”, sagt kittner.

So war die Penzliner Wehr von Juli bis September 2018 fast alle zwei Tage zu einem Feld- oder Waldbrand draußen. Insgesamt musste die Wehr 35 Mal ausrücken, darunter waren 22 Brandeinsätze und 13 Hilfeleistungen.