DEKONTAMINATION

Feuerwehrschule hilft nach Eurofighter-Absturz – Bundeswehr dankt

Am Sonnabend sind noch rund 630 Soldaten im Einsatz, um die Wrackteile der am Montag abgestürzten Kampfjets zu bergen. Auch die Landesfeuerwehrschule bringt sich mit ein.
Susann Salzmann Susann Salzmann
Hinter Jabel war Schluss: Am Samstag gehörte die Straße in Richtung Nossentiner Hütte noch zum militärischen Sicherheitsbereich.
Hinter Jabel war Schluss: Am Samstag gehörte die Straße in Richtung Nossentiner Hütte noch zum militärischen Sicherheitsbereich. Susann Salzmann
Silz.

Das große Aufräumen hat längst begonnen. Das Bergen der Wrackteile der kollidierten Eurofighter im Bereich der Absturzstellen steht nun an erster Stelle. Wie lange sich das hinzieht, sei unklar, betont Oberstleutnant Ulrich Metzler. Denkbar seien eine oder aber auch bis zu zwei Wochen.

Mit mehreren zehn Mann rückten die Bergecrews seit Sonnabend in die abgesperrten Bereiche vor. Um sich vor giftigen Partikeln, den sogenannten fiesen Fasern – sie sind so gefährlich wie Asbest – zu schützen, trugen die Soldaten entsprechende Schutzanzüge. „Länger als anderthalb Stunden am Stück hält man es damit aber nicht aus”, verwies Metzler angesichts hochsommerlicher Temperaturen mit 30 Grad im Schatten auf die kräftezehrende Arbeit.

Feuerwehr-Fahrzeuge müssen dekontaminiert werden

Dadurch ziehe sich das Einsammeln der Trümmer. „Wir sind aber dankbar, dass die Leute sehr viel Verständnis für die weiträumigen Sperrungen haben”, bedankte sich Metzler bei den Einwohnern von Silz und Nossentiner Hütte. Die Bürger dort haben insbesondere unter den Sicherheitsvorkehrungen zu leiden.

Schon am Montag könnten weitere Sperrungen im Bereich Nossentiner Hütte aufgehoben und der militärische Sicherheitbereich immer weiter verkleinert werden. Während sich die Bundeswehr bei den Bürgern bedankt, drang auch über die Lippen von Malchows Amtswehrführer Thomas Pieszek ein Danke. Mit seinen Wehren war Pieszek als erstes am Montag an den Unglücksstellen. Die Fahrzeuge müssen dekontaminiert werden – durch eine Spezialreinigung. „Neun Fahrzeuge betrifft das in meinem Amtsbereich”, sagte er dem Nordkurier.

Da die Dekontamination voraussichtlich erst ab Dienstag erfolge, sicherte nun die Landesfeuerwehrschule ihre Unterstützung zu. Die Wehren in Silz und Nossentiner Hütte bekommen jeweils ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) von der Landesschule gestellt, damit die Einsatzbereitschaft aufrecht erhalten werden kann.

Alle Nordkurier-Artikel zu der Eurofighter-Tragödie finden Sie hier.

 

 

 

 

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