Unsere Themenseiten

Fernsehen

:

ARD filmt an der Müritz eine neue Filmreihe

Australien Shepherd „Käthe”, Hauptdarsteller Christoph Schechinger, Regisseur Phillip Osthus, Produzent Ivo Beck, Kameramann Joachim Hasse und Mariele Millowitsch (von links)
Australien Shepherd „Käthe”, Hauptdarsteller Christoph Schechinger, Regisseur Phillip Osthus, Produzent Ivo Beck, Kameramann Joachim Hasse und Mariele Millowitsch (von links)
Malte Schindel

In Waren und Klink wird eine neue ARD-Filmreihe gedreht. Was Millionen am Fernseher sehen werden, ist jetzt noch streng geheim. Beim Besuch am Set gab es spannende Einblicke.

Am Rande der Müritz-Klinik in Klink wehte am Dienstag ein Hauch von Hollywood- jedenfalls im Kleinformat. Das kleine Örtchen bei Waren hatte ein Film-Team um die bekannte Schauspielerin Mariele Millowitsch zu Gast. Inmitten der Mittags-Sonne, des plätschernden Müritz-Wassers brach ein wahrer Trubel aus.

Lastwagen mit Technik, Requisiten und Verköstigungen waren vor dem Bistro Strandläufer vorgefahren. Bereits am Montag stellte das Filmteam das Leben der Warener auf den Kopf. Hier starteten die Dreharbeiten zum ARD-Zweiteiler „Käthe und ich”. Die Marktstraße und die Große Wasserstraße wurden gesperrt. Auch der Festplatz war in Hand des Film-Teams. Wer hier durch wollte, musste sehr gute Argumente haben - oder Komparse sein.

Gleiches Bild am Dienstag in Klink. Ein Mitarbeiter des Teams ließ nur Auserwählte auf den Steg am Bistro. Hier wurden die Dreharbeiten fortgesetzt.

Hauptdarsteller ist aus dem „Tatort” bekannt

„Hallo, Frau Möller”, eröffnete Christoph Schechinger die Szene. Gefolgt von Blendschutz, Kamera- und Tonmann ging er mit Tragetasche und Baby auf Millowitsch zu und setzte sich zu ihr. Millowitsch, in ihrer Rolle als Hildegard Möller leidenschaftliche Anglerin, brachte die Anwesenheit von Schechinger, der unter anderem im „Tatort” und zuletzt in den Fernsehserien „Bad Banks” und „Lissabon-Krimi” zu sehen war, nicht aus dem Konzept.

Dieser hat übrigens die Hauptrolle inne, spielt den Psychologen Paul, der sich auf tiergestützte Therapien spezialisiert hat. Er und sein Hund Käthe, ein Australien Shephard, sind ein eingespieltes Team – auch bei schwierigen Fällen.

Die Story: Fünf Jahre lang lag Maria Thalbach (Muriel Baumeister) im Wachkoma. Als sie wieder aufwacht, muss sie erfahren, dass ihr Mann Johannes (Stephan Szász) mit einer neuen Frau zusammenlebt. Und damit nicht genug: Marias achtjährige Tochter Johanna will mit ihrer Mutter, die nun körperlich behindert ist, nichts mehr zu tun haben. Eine schwierige Situation für alle.

Und auch für Paul ist dieser Fall besonders: Seine Frau Erina (Nadja Bobyleva), eine international bekannte Primaballerina, liegt nach einem schweren Autounfall im Wachkoma.

Filme sollen Mitte 2019 in der ARD zu sehen sein

Die Dreharbeiten dauern bis Anfang November an. Es sollen zwei Filme à 90 Minuten entstehen, die ab Mitte 2019 jeweils an einem Freitagabend ab 20.15 Uhr in der ARD zu sehen sein werden. Danach wird entschieden, je nach Publikumsgunst, ob es weiter geht. Gedreht wird aber nicht nur an der Müritz.

Auch Berlin und das brandenburgische Dörfchen Biesenthal sind als Filmkulissen ausgewählt worden. Auf Waren sei die Wahl gefallen, weil die Drehbuchautorin und Mitproduzentin Brigitte Müller mal in der Stadt gewesen sei und von ihrer Schönheit sehr angetan gewesen sei.

Für den Dreh: Schechinger traf extra eine Psychologin

Um die Rolle des Psychologen besonders authentisch zu verkörpern, ist Schechinger extra nach Salzburg gereist, wie er dem Nordkurier verriet. „Dort gibt es eine Psychologin, die auf Therapie-Hunde spezialisiert ist. Sie bildet die aus und wendet die Technik selbst auch an. Sprich: Sie geht in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäuser und arbeitet dort mit dem Tier und dem Patienten zusammen.”

Und weiter: „Das war wirklich super spannend und sehr hilfreich. Denn nun weiß ich, wie der Beruf im realen Leben aussieht. Wirklich viel weiß man darüber ja nicht.”

Schechinger freut sich auf die kommenden Wochen mit seinem neuen Partner. Er selbst sei laut Millowitsch ein „uneitler Kollege im positiven Sinne. Es macht großen Spaß mit solchen Leute zusammenzuarbeiten, denn dabei kommt immer etwas bei herum”, sagte sie dem Nordkurier. Am Ende dürfen sich die Zuschauer auf viel Schicksal, Emotionen und Komik freuen, verspricht die 62-Jährige.