Die Lehrerinnen Anke Quaschning (links) und Manuels Senst (2. v. r.) bei der Auszeichnung durch den Geschäftsführer
Die Lehrerinnen Anke Quaschning (links) und Manuels Senst (2. v. r.) bei der Auszeichnung durch den Geschäftsführer des Bauernverbandes Müritz Matthias Schmidt mit Vertretern der dritten und vierten Klasse, die sich in einem Projekt mit dem Schutz der Bienen auseinandersetzten. Miriam Brümmer
Umweltwettbewerb

▶ Fleißig wie die Bienen! Grundschüler werden bei Blühwiesen-Aktion Sieger

Der Bauernverband zeichnete die Rechliner Grundschule für ihr Engagement beim Projekt „Schule blüht auf“ aus.
Rechlin

Die Rechliner Grundschule hat mit den Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klasse an dem Projekt „Schule blüht auf“ vom Bauernverband MV teilgenommen und wurde gestern mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Für ihre umfassenden Arbeiten bekamen die Klassen eine Finanzspritze für die Klassenkasse und das Buch „Marike und Julius: Entdecke mit uns den Bauernhof“. Das Buch erklärt Landwirtschaft kindgerecht. Darüber hinaus erhielt jeder Schüler für seinen Einsatz für das Projekt einen Stoff-Rucksack. Der war mit Trinkflasche und Buntstiften gefüllt.

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Wandzeitungen und Gedichte

„Die Schüler waren sofort begeistert. Wir haben das Thema Biene in den Sachkundeunterricht aufgenommen und den Aufbau eines Bienenvolkes und die Körperteile der Biene, ihre Lebensweise erarbeitet und natürlich darüber gesprochen, wie wichtig Bienen für den Menschen sind. Wir sind mit der Lupe zur Bienenwiese gegangen und haben untersucht, wie viele Pflanzen und Lebewesen es dort gibt“, erzählte Manuela Senst, Lehrerin der vierten Klasse. Die Schülerinnen und Schüler haben Blühwiesen-Protokolle und mit Perlen verzierte Wandzeitungen zum Thema gestaltet. Ein Bienen-ABC von A wie Arbeitsbiene bis W wie Wabe, eine Übersetzung des Wortes „Biene“ in 14 andere Sprachen und sogenannte „Elfchen“, das sind Gedichte aus elf Wörtern, gehörten zur Arbeit des Projektes „Schule blüht auf“.

Vertreter des Bauernverbandes sind beeindruckt

Mit der Aktion solle den Kindern Wissen vermittelt werden. Vorgaben hätte es nicht gegeben. „Wir haben die Blühmischung bereitgestellt und die Schulen haben daraus eigene Ideen und Projekte entwickelt“, sagte Matthias Schmidt, der Geschäftsführer des Bauernverbandes Müritz. Frank Schiffner, Pflanzenbaureferent beim Bauernverband M-V sagte: „Es ist beeindruckend, wie vielfältig sich die Kinder mit dem Thema auseinandergesetzt haben.“ Er hat das Projekt gemeinsam mit dem Landesimkerverband und dem Saatgutverband ins Leben gerufen.

Im April begann die Arbeit

Schon im April steckten die Grundschüler die Fläche für die Blühwiese ab, befreiten den Boden von Unkraut und brachten die Samen der „Mecklenburg-Vorpommerschen Blühwiesenmischung“ aus. Die Mischung ist auf die besonderen Bedingungen im Land M-V abgestimmt und wurde vom Saatgutverband M-V zur Verfügung gestellt. Sie enthält unter anderem Phacelia, Saatwicke, Buchweizen, Serradella und Perserklee. Die ersten Keimlinge beobachteten die Kinder im Mai. Im Juni waren die ersten Blüten zu sehen, an denen sich von da an Bienen und viele andere Insekten labten. Die Kinder protokollierten die Blühwiesen-Besuche von Ameisen, Marienkäfern, Hummeln und Tauben.

Mehr als 3000 Schüler haben teilgenommen

In diesem Jahr haben knapp 60 Schulen mit 170 Klassen und mehr als 3 000 Schüler am Projekt „Schule blüht auf“ teilgenommen. Es war bereits der dritte Durchgang des Projektes, das es auch im kommenden Jahr geben soll.

Auch die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern bieten mit ihren Blühwiesen den Bienen und anderen Insekten reiche Nahrung. In diesem Jahr waren es 12.400 Hektar. Das ist so viel, als würde ein 1 Meter breiter Streifen dreimal um die Erde gespannt.

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