ULTRAMARATHON

„Fliegender Holländer“ gewinnt den 18. Müritz-Lauf

Der Niederländer Jan-Albert Lantink hat am Sonnabend beim 18. Müritz-Lauf wieder mit einem Start-Ziel-Sieg für Begeisterung gesorgt. Auch den 75 Kilometer langen Ultramarathon der Frauen gewann eine große Favoritin.
Jens-Uwe Wegner Jens-Uwe Wegner
Unglaublich! Der 60jährige Niederländer Jan-Albert Lantink gewann am Sonnabend erneut den 75 Kilometer langen Ultramarathon beim 18. Müritz-Lauf.
Unglaublich! Der 60jährige Niederländer Jan-Albert Lantink gewann am Sonnabend erneut den 75 Kilometer langen Ultramarathon beim 18. Müritz-Lauf. Jens-Uwe Wegner
Britta Giesen vom Laufwerk Hamburg, hier beim Interview mit dem Moderator Olaf Gaulke, verteidigte ihren ersten Platz in der Frauenwertung beim 75 Kilometer langen Ultramarathon beim 18. Müritz-Lauf. Es ist insgesamt ihr vierter Sieg auf dem langen Kanten rund um die Müritz.
Britta Giesen vom Laufwerk Hamburg, hier beim Interview mit dem Moderator Olaf Gaulke, verteidigte ihren ersten Platz in der Frauenwertung beim 75 Kilometer langen Ultramarathon beim 18. Müritz-Lauf. Es ist insgesamt ihr vierter Sieg auf dem langen Kanten rund um die Müritz. Jens-Uwe Wegner
Und zum Vierten! Das Staffelteam „Der Rest“  gewann zum vierten Mal in Folge den 75 Kilometer langen Teamwettbewerb beim 18. Müritz-Lauf.
Und zum Vierten! Das Staffelteam „Der Rest“ gewann zum vierten Mal in Folge den 75 Kilometer langen Teamwettbewerb beim 18. Müritz-Lauf. Jens-Uwe Wegner
Sie war die beste Frau beim 26,5 Kilometer langen Städtelauf zwischen Röbel und Waren beim 18. Müritz-Lauf: Doris Marquardt vom LAV Bonn Bad Godesberg.
Sie war die beste Frau beim 26,5 Kilometer langen Städtelauf zwischen Röbel und Waren beim 18. Müritz-Lauf: Doris Marquardt vom LAV Bonn Bad Godesberg. Jens-Uwe Wegner
Diese beiden hatten sich hinterher viel zu erzählen, denn sie waren beim 26,5 Kilometer langen Städtelauf zwischen Röbel und Waren beim 18. Müritz-Lauf lange Zeit gemeinsam und dann kurz hintereinander ins Ziel gelaufen. Hinter ihnen klaffte eine riesige Lücke zum Dritten. Der Sieger Robert Sprung vom Team Hamburg Runnig (links) und Lokalmatador Tim Klatt aus Silz (Team TC Fiko Rostock).
Diese beiden hatten sich hinterher viel zu erzählen, denn sie waren beim 26,5 Kilometer langen Städtelauf zwischen Röbel und Waren beim 18. Müritz-Lauf lange Zeit gemeinsam und dann kurz hintereinander ins Ziel gelaufen. Hinter ihnen klaffte eine riesige Lücke zum Dritten. Der Sieger Robert Sprung vom Team Hamburg Runnig (links) und Lokalmatador Tim Klatt aus Silz (Team TC Fiko Rostock). Jens-Uwe Wegner
Waren.

Es ist schier unglaublich! Jan-Albert Lantink vom Team MPM-Hengelo hat zwar beim 18. Müritz-Lauf seinen eigenen Streckenrekord von 4:58:04 Stunden beim 75 Kilometer langen Ultramarathon nicht gebrochen, der ihm damals den Namen „Fliegender Holländer“ beschert hatte. Am Sonnabend brauchte er aber für diese Distanz als souveräner Sieger nur 5:22:02 Stunden. Was man dazu wissen sollte: Lantink ist inzwischen 60 Jahre alt! Sein Verfolger Stefan Mast vom SV Turbine Neubrandenburg wurde im Jahr 1976 geboren und belegte mit 19.47 Minuten Rückstand auf Lantink den zweiten Platz (5:41:49 Sunden). Dritter wurde der Potsdamer Mark Oertel.

Siegerin freut sich auf „unverdünntes Bier“

Bei den Frauen verteidigte Britta Giesen vom Laufwerk Hamburg ihren Titel auf dem langen 75 Kilometer langen Kanten mit einer Zeit von 6:07:34 Stunden. „Jetzt freue ich mich auf ein unverdünntes Bier“, war ihr einziger Wunsch unmittelbar nach dem Zieleinlauf. Britta Giesen hatte den Ultramarathon schon in den Jahren 2012, 2013 und 2017 gewonnen und hält mit 6:06:58 Stunden immer noch den Streckenrekord bei den Frauen. Zweite wurde Amrei Münster von der LG Nord Berlin vor der Berlinerin Patricia Kusatz.

Der Lauf rund um den größten Binnensee Deutschlands konnte auch als Team-Wettbewerb absolviert werden. Hier sorgte das Staffelteam „Der Rest“ für Furore, das zum vierten Mal in Folge den Staffellauf gewann. Dafür benötigte die Truppe eine Zeit von nur 4:49:48 Stunden. Den zweiten Platz belegte das Team Pogodne Suwalki aus der polnischen Partnerstadt von Waren.

Für den Erfolg auf Pizza verzichtet

Diese Truppe ist sehr ehrgeizig, denn im Jahr 2015 wurde sie Fünfte, im Jahr 2016 Vierte und im Vorjahr Dritte. „In diesem Jahr wollten sie sich unbedingt noch um einen Platz verbessern. Deshalb haben sie am Abend zuvor auf die geplante Pizza verzichtet und sich für Nudeln entschieden“, verriet das Ehrenmitglied des ESV Waren, Dietmar Henkel.

Den dritten Platz belegte das Staffelteam des HSV Neubrandenburg. Als reine Frauenmannschaft siegte beim Staffellauf das Team „Die Laufbekanntschaften“ in einer Zeit von 5:54:01 Stunden vor den „Laufmützen“ und den HSV-Frauen.

Dramatisch ging es beim 26,5 Kilometer langen Städtelauf zwischen Röbel und Waren zu, denn zwei Männer liefen gemeinsam einen großen Vorsprung heraus. Erst kurz vor dem Ziel am Warener Stadthafen mussten sie sich selbst duellieren. Beim Endspurt siegte Robert Sprung vom Team Hamburg Runnig in einer Zeit von 1:38:39 Stunden vor dem Lokalmatadoren Tim Klatt aus Silz, der nun für den TC Fiko Rostock startet.

Lokalmatador verpasst Sieg um 5 Sekunden

Tim Klatt kam nur 5 Sekunden nach dem Sieger ins Ziel und freute sich riesig. „Das war mein bestes Ergebnis hier beim Städtelauf. Ich konnte mich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verbessern“, sagte Tim Klatt. Dritter wurde der Spanier David Gonzalez Montes mit 11 Minuten Rückstand auf das Spitzenduo.

Beste Frau beim Städtelauf wurde Doris Marquardt vom LAV Bonn Bad Godesberg in einer Zeit von 1:49:58 Stunden vor Mandy Heyral vom MSV Halberstadt und Nina Wodrich vom TSV Müritz Klinik.

Der ESV Waren erntete als erfahrener Ausrichter des Müritz-Laufes wieder viel Lob. „Die gut sortierten Verpflegungsstellen befinden sich in kurzen Abständen, Betreuung, Shuttle-Service, Massage nach dem Wettkampf, einfach perfekt“, hieß es von allen Seiten.

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Kommentare (1)

Stundenlange Quälerei auf nicht enden wollenden 75(!) Kilometern. Hut ab vor diesem Holländer!