BÜRGERMEISTERWAHL IN WAREN

Frage an die Kandidaten: Wie sieht es in Waren in vier Jahren aus?

Warener Bürger stellen Fragen an die Bürgermeister-Kandidaten – mit dieser Serie will der Nordkurier den Wahlkampf der Bewerber begleiten und den Warenern eine Entscheidungshilfe für die Wahl im September an die Hand geben. Heute geht es um die Zukunft der Stadt.
Der Architekt und Unternehmer Christian Klein hat eine Frage an die Bürgermeister-Kandidaten.
Der Architekt und Unternehmer Christian Klein hat eine Frage an die Bürgermeister-Kandidaten. MILAN ISTVAN
Wie soll sich Waren in den kommenden Jahren entwickeln? Die Bürgermeister-Kandidaten haben da einige Ideen.
Wie soll sich Waren in den kommenden Jahren entwickeln? Die Bürgermeister-Kandidaten haben da einige Ideen. Jens Büttner
Waren.

Der Warener Architekt Christian Klein ist Geschäftsführer von Oceans Architect in Waren. Die Firma bekam 2019 den Wirtschaftspreis der Stadt. Christian Klein fragt: „Wo sehen Sie Waren in vier Jahren? Was ist Ihr Ziel und welche Maßnahmen werden dazu eingeleitet?“ Die Antworten der Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge:

 

Christian Holz (CDU): Mein Ziel ist ein lebendiges, florierendes und wachsendes Waren, das allen Bürgerinnen und Bürgern eine unvergleichliche und sichere Heimat bietet. Dafür bedarf es einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung, die den Menschen attraktive Arbeitsplätze bietet. Wichtig ist mir auch eine solide Finanzpolitik. Denn nur wer verlässlich haushaltet, kann Schulen modernisieren, Feuerwehr und Vereine unterstützen sowie Straßen und Fußwege sanieren. Meine Ziele für unsere Stadt beinhalten weitere Ideen. Sehr gerne komme ich darüber mit den Warenern beim Stadtgespräch jeden Donnerstag ab 18.30 Uhr im Wahllokal „Ratskeller“ ins Gespräch.

 

Jörg Krüger (Einzelbewerber): In vier Jahren soll Waren grüner, nachhaltiger und familienfreundlicher sein mit einem guten Unternehmens-Mix im Tourismus, Handwerk, Produktion und Dienstleistung. Das geht nur gemeinsam. Ich werde deshalb regelmäßige Branchen-Treffs und Bürgerversammlungen abhalten.

 

Norbert Möller (SPD): Auf der Grundlage unseres Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes und den bereits auf den Weg gebrachten Vorhaben wird sich unsere Stadt weiterentwickelt haben. Diese Vorhaben sind der Neubau der Grundschule K. Kollwitz, der barrierefreie Ausbau des Bahnhoftunnels, die Errichtung des Gewerbegebietes auf dem ehemaligen Bahnbetriebsgelände, die Umsetzung der neuen Wohngebiete in der Gievitzer Straße und hinter dem Feisneckblick (B-Plan 24 a) mit insgesamt 20 Hektar und für den touristischen Bereich der Neubau der Steinmole.Weiterhin will ich mit einem aktualisierten Klimaschutzkonzept weitere Maßnahmen für den Umweltschutz auf den Weg gebracht haben und unser Heilbad als touristisches Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte noch attraktiver entwickelt und damit die Wirtschaft weiter gestärkt haben. Kurzum: Unsere Stadt wird noch lebenswerter und attraktiver sein.

 

Toralf Schnur (FDP/MUG): Wenn unsere Stadt nicht noch weiter im Stillstand verharren, sondern endlich jünger, attraktiver und fit für die Zukunft gemacht werden soll, dann müssen wir sofort damit beginnen, die Planungen für bezahlbaren Wohnraum und auch sozialen Wohnraum in Gang zu setzen. Ich werde daher alles tun, um in den nächsten zwei Jahren mit der Erschließung mehrerer Wohngebiete zu beginnen. Gleiches gilt für den Bereich der Wirtschaft, auch hier werde ich unmittelbar damit beginnen, einen Bereich für produzierendes Gewerbe zwischen den Bahngleisen im Bereich Waren/West beziehungsweise Warenshof auszuweisen, um endlich wieder Unternehmen nach Waren zu holen. Mein Ziel ist es, unsere Stadt in den nächsten 15 Jahren auf 25 000 Bürger anwachsen zu lassen und gleichzeitig das Durchschnittsalter wieder deutlich unter 50 Jahren zu drücken. Schaffen wir eine solche Entwicklung, dann können wir den kostenlosen Stadtverkehr und eine Schwimmhalle zukünftig aus der Portokasse zahlen.

 

Thomas Splitt (parteilos): Bei dem jetzigen Amtsinhaber sehe ich in vier Jahren eine Verschlechterung der Gesamtsituation für Waren/Müritz. Es werden noch mehr Hotels und Ferienunterkünfte entstehen. Dabei wird der Bewohner der Innenstadt immer mehr in die Randgebiete verdrängt. Mit mir wird es keine neuen Hotels mehr geben. Den Einwohnern unserer Stadt muss es wieder Spaß machen, in die Innenstadt zu kommen. Nicht der Hotelgast ist hier die Nummer eins, sondern der Bürger unserer Stadt.

Haben auch Sie eine Frage an die Bürgermeister-Kandidaten, liebe Leser und Leserinnen? Dann melden Sie sich unter der E-Mail-Adresse red-waren@nordkurier.de

 

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