POLIZEIBERICHT

Freispruch im Prozess um Vergewaltigung auf Fusion-Festival

In der Diskussion um das Sicherheitskonzept des Fusion-Festivals hatte die Polizei erstmals Anzeigen wegen Vergewaltigung erwähnt. Nun gab es mehr Details.
Auf der Pressekonferenz von Ordnungsbehörden und der Polizei am Dienstag wurden auch nähere Angaben zu den Anzeigen wegen Vergewaltigung auf bisherigen Fusion-Festivals gemacht.. Simon Voigt
Neubrandenburg.

Die Polizei hat auf der Pressekonferenz zum Streit über das Fusion-Festival 2019 konkrete Angaben zu den Vergewaltigungs-Anzeigen auf bisherigen Festivals gemacht. Demnach seien nach den Festivals 2014, 2016 und 2018 jeweils eine Anzeige wegen Vergewaltigung bei der Polizei eingegangen. Bei den Veranstaltungen auf dem ehemaligen Militärflughafen in Lärz gab es in diesen Jahren jeweils 70.000 Besucher.

So soll im Jahr 2015 ein Vorfall auf der Fusion 2014 angezeigt worden sein. 2016 hat es dazu laut Polizeisprecherin vor dem Amtsgericht Waren eine Verhandlung gegeben, die 2017 mit einem Freispruch des Tatverdächtigen endete.

Hier können Sie sich die Pressekonferenz der Polizei zur Fusion in Gänze ansehen:

 

Anzeigen erst Wochen nach dem Festival

Nach der Anzeige im Jahr 2018 hingegen habe sich später herausgestellt, dass es sich nicht um eine Vergewaltigung gehandelt habe. Zur Anzeige aus dem Jahr 2016 konnte die Sprecherin keine weiteren Angaben machen. Sie betonte jedoch, dass dies nur die Fälle seien, von denen die Polizei Kenntnis erlangt hat.

In den offiziellen Pressemitteilungen zur Fusion seien die Anzeigen nicht erwähnt, weil dort laut Sprecherin tagesaktuell vor allem die Polizeimaßnahmen vor allem im Straßenverkehr bei der An- und Abreise eine Rolle spielten. Die Anzeigen wegen Vergewaltigung seien erst Wochen, manchmal Monate nach der Veranstaltung erfolgt.

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Kommentare (4)

Da wurden noch viel mehr Mädchen sexuell belästigt und vergewaltigt, nur trauen diese sich nicht eine Anzeige bei der Polizei zu machen. Die Krankhäuser im Landkreis sind dann ebenso voll mit Fusion Patienten die dort Brandwunden, Unfälle, Körperverletzung, Vergiftungen etc. erlitten haben. Sprecht doch mal mit den Notärzten und Medizinern, den kotzt das jedes Jahr wieder aufs neue an. Das man unter Vollrausch dort steht dürfte auch ebenso kein Geheimnis sein, denn Drogen werden dort in Massen angeboten und verkauft.

woher wissen Sie, dass dort "noch viel mehr" Mädchen vergewaltigt wurden? (Wurde dort überhaupt jemand vergewaltigt?)
und was hat das das mit den Krankenhäusern zu tun?
Natürlich gibt es bei Veranstaltungen in der Größenordnung auch medizinischen Bedarf, das ist doch ganz normal.
Wie soll eine Polizei-Station das verhindern? Um letzten Jahr gab es EINE angezeigt Körperverletzung, na genau DEN Vorfall hätten die Beamten sicherlich verhindert.
Wer es glaubt...
Jeder kann ja seine Meinung haben, aber dieses Verbreiten von Vermutungen und Halbwahrheiten kotzt mich an

Sehr geehrte Frau Freier: Zunächst einmal würde ich gerne wissen woher Sie ihr detailliertes Wissen haben? Gehören Sie zum medizinischen Fachpersonal der Region? Oder gehört Ihr detailliertes Wissen eher in die Rubrik "hörensagen"? Ich bin nun bereits über 10 Mal Gast des Fusion Festivals gewesen und habe so manch anderes Festival besucht - keine Sorge ich bin kein durchgeknallter Freak, sonder Dipl. Ing. mit Personalverantwortung. Ja auch solche Leute feiern das Fusion Festival und das bunte Kulturprogramm das einem dort geboten wird! Was das Fusion Festival deutlich von ALLEN anderen Festivals unterscheided ist die Achtsamkeit der Besucher untereinander. Es gibt beispielsweise definitiv keine Alkoholleichen die vollgekotzt und unbachtet in der Ecke liegen. Dies habe ich unzählige Male auf anderen Festivals gesehen und mich ärgern müssen, über die vielen Menschen die an der Situation vorbei gegangen sind. Auf der Fusion ist man nicht nur Gast sondern auch Teil des Festivals und dementsprechend achtet man aufeinander. Auch im Hinblick auf mögliches Fehlverhalten ist garentiert, das JEDE und JEDER auf seine Mit-Fusionisten in nächster Nähe zählen kann, wenn sich ein Individuum nicht korrekt verhalten würde. Diese Politik der Achtsamkeit ist essentieller Bestandteil des Festivals und wird in allen Programmheften jedes Jahr erneut detailliert ausgeführt. Ich bitte Sie daher davon abzusehen, wilde Thesen von Vergewaltigungen in den Raum zu stellen, für die Sie keinerlei Belege haben! Dies spricht weder für Sie noch für die Bürger Ihrer Region. Ich komme immer sehr gerne auch wegen der schönen Natur zu Ihnen in die Region und bleibe einige Tage vor und nach der Fusion an der Müritz (schon mal über den Wirschaftsfaktor Fusion nachgedacht?) - da will ich mich nicht über solche Leute wie sie ärgern müssen die unfundierte Aussagen nachplappern.

Sehr geehrte Frau Freier, eine Frage stellt sich mir noch... Ist Ihnen bekannt, dass bei dem Fusion Festival ausschließlich Gäste mit einem Mindestalter von 18 Jahren zugelassen sind? Würden Sie eine der jungen Damen auf dem Festival mit „Mädchen“ ansprechen, dürften Sie sich zurecht wohl ein paar sehr scharfe Worte anhören. Es handelt sich nicht um „Mädchen“, sondern um emanzipierte Frauen. Ich frage mich schon sehr welches überholte Weltbild von Weiblichkeit Sie vertreten? Wie mir scheint haben Sie keinerlei Schnittmenge oder Bezug zu der Bevölkerungsgruppe über die sie sprechen.

Fakt ist hingegen, dass von der Polizei vertrauliche Informationen an einen verurteilten Gewalttäter und AFD Mitglied in den Reihen der Polizei weitergegeben wurden, der keine Befugnis hatte diese Daten einzusehen. Besagter Polizist hat ein friedlich demonstrierendes Mädchen ohne erkennbaren Grund (und in diesem Fall war es wirklich ein Mädchen) durch das Besprühen mit Reizgas angegriffen. Was meinen Sie wie sich die Präsenz von derartigen Schlägern auf einem friedlichen Festival auswirken wird?