Weiße Rosen liegen auf dem umgeworfenen Grabstein. Über 100 Menschen kamen zu der Andacht auf dem Friedhof in Gro&s
Weiße Rosen liegen auf dem umgeworfenen Grabstein. Über 100 Menschen kamen zu der Andacht auf dem Friedhof in Groß Varchow. Ingmar Nehls
Pröpstin Britta Carstensen, Möllenhagens Bürgermeister Thomas Diener und Pastor Reinhard Witte versuchten bei d
Pröpstin Britta Carstensen, Möllenhagens Bürgermeister Thomas Diener und Pastor Reinhard Witte versuchten bei der Lichterandacht Worte für das zu finden, was alle sprachlos machte. Ingmar Nehls
Mehr als 100 Menschen kamen zu der Andacht in Groß Varchow zusammen.
Mehr als 100 Menschen kamen zu der Andacht in Groß Varchow zusammen. Ingmar Nehls
Schon am Samstag wurden erste Lichter aufgestellt.
Schon am Samstag wurden erste Lichter aufgestellt. Ingmar Nehls
Die Angehörigen der hier Bestatteten kamen aus vielen Orten in der Region.
Die Angehörigen der hier Bestatteten kamen aus vielen Orten in der Region. Ingmar Nehls
Einige Steine liegen nach der Tat noch auf dem Boden.
Einige Steine liegen nach der Tat noch auf dem Boden. Ingmar Nehls
Die Bürger gaben sich gegenseitig Trost.
Die Bürger gaben sich gegenseitig Trost. Ingmar Nehls
Grabschändung

Friedhof in der Seenplatte verwüstet – das sagen die Verdächtigen

Die Tatverdächtigen sind schnell ermittelt worden. Es wurden mehr als 60 Gräber umgestoßen. Was bleibt, ist die Frage nach dem Motiv.
Groß Varchow

Die beiden 14-jährigen Mädchen, die nach dem schlimmen Vandalismus auf dem Friedhof in Groß Varchow innerhalb kurzer Zeit von der Polizei als Tatverdächtige ermittelt worden sind, haben die Taten zugegeben. Das teilte Kriminalhauptkommissarin Diana Krüger dem Nordkurier auf Nachfrage jetzt mit.

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In der Nacht vom 19. zum 20. Oktober hatten die beiden Jugendlichen bei mehr als 60 Gräbern die Grabsteine umgestoßen und Fundamente, Grabschmuck sowie ganze Grabstätten beschädigt. Spuren von den Schuhen und Hinweise von Zeugen hätten die Ermittler zu den 14-jährigen Mädchen geführt. Die Jugendlichen gehörten zu einer Jugendgruppe aus einem anderen Bundesland, die sich zu der Zeit in der Region im Norden des Landkreises aufgehalten hat.

Motiv der Mädchen unklar

Laut Diana Krüger gebe es keine weiteren Tatverdächtigen. Die polizeilichen Ermittlungen seien fast abgeschlossen. „Wir werten noch Spuren und Datenträger aus. Danach wird der Vorgang an die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg abgegeben”, sagte Diana Krüger.

Bei den vielen betroffenen Familien, die sich am Sonntag nach der Tat auf dem Friedhof zu einer Lichterandacht versammelt hatten, stand vor allem die Frage im Raum, warum die Mädchen so etwas tun konnten. „Zur Motivlage gab es keine richtigen Aussagen. Es hatte sich wohl einfach so ergeben”, sagte Diana Krüger.

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Pastor Reinhard Witte hatte versprochen, dass man denen, die beim Aufrichten Unterstützung brauchen, helfen werde. Der kleine Friedhof gehört zur Evangelisch-Lutheranischen Kirchengemeinde Möllenhagen-Ankershagen mit den Orten Ankershagen, Bocksee, Bornhof, Friedrichsfelde, Groß Varchow, Klockow, Kraase, Lehsten, Möllenhagen, Rumpshagen und Wendorf und bildet einen Pfarrsprengel mit der Kirchengemeinde Kittendorf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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