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Für das Warener Joo spucken alle gern in die Hände

Das Warener JOO wächst und wächst: Der Rohbau für das Erdgeschoss geht mit großen Schritten voran.
Das Warener JOO wächst und wächst: Der Rohbau für das Erdgeschoss geht mit großen Schritten voran.
Nadine Schuldt

Angesichts kühler Temperaturen denken viele Warener sicherlich gern an den warmen Sommer. Nicht so städtische Bauamtsmitarbeiter – die haben schon jetzt den Herbst im Blick. Schuld daran ist ein wichtiges Bauprojekt.

Es geht voran. Die Bauarbeiten für das neue Jugendzentrum „JOO“ in Waren liegen voll im Zeitplan. „Zur Zeit laufen die Rohbau-Arbeiten für das Erdgeschoss“, sagt Johannes Holfeld, Sachgebietsleiter Hochbau bei der Stadt. Dass die Arbeiten an dem Gebäude mit der Adresse Zum Amtsbrink 1 schnell voranschreiten, ist auch für die Warener sichtbar. Die Fundamentplatte ist seit zwei Wochen fertig. Derzeit werden die ersten Wände hochgezogen. Auch der Aufzugschacht für den Lift wird jetzt angelegt. Anschließend soll die Decke für das Erdgeschoss verlegt werden. Dann erst geht es mit dem ersten Obergeschoss weiter.

Der Rohbau könnte im März fertig sein

Wenn weiterhin alles problemlos verläuft, ist der Rohbau für das Erdgeschoss Anfang März abgeschlossen, so Johannes Holfeld. Dass die Arbeiten zügig vonstatten gehen müssen, kommt nicht von ungefähr. Am 3. Oktober soll das neue Jugendzentrum „JOO“ eröffnet werden. Bis dahin werden alle Arbeiten – auch die Gestaltung der Grünanlagen – abgeschlossen sein. So jedenfalls der Plan.

Die jungen Besucher können dann auf insgesamt drei Etagen – also Erdgeschoss, erstes und zweites Obergeschoss – ihren unterschiedlichen Interessen freien Lauf lassen. So wird es im Erdgeschoss zwei Multifunktionsräume geben, die durch eine mobile Wand getrennt sind. Sogar ein DJ-Pult ist in einem der beiden Zimmer installiert – einer Weihnachts-, Oster- oder Halloweendisko steht nichts mehr im Wege. In einem Hobbyraum werden Kicker- sowie Billardtische untergebracht sein, in einer Küche kann gekocht werden. PC-Raum, Kreativwerkstatt und sogar ein Bandraum werden im „JOO“ ebenfalls nicht fehlen. „Es könnte auch sein, dass die Jugendlichen bei der Innengestaltung dabei sein werden“, blickt Johannes Holfeld in die Zukunft.

Eine Fläche für Skateboard-Fahrer

Doch nicht nur in den Innenräumen können sich die Jugendlichen aufhalten – auch vor dem Gebäude dürfen sie sich „austoben“. Auf einer etwa 400 Quadratmeter großen Fläche werden großformatige Platten – wodurch es weniger Fugen gibt und es bei unterschiedlichen Aktivitäten weniger stockt – verlegt. Dort Skateboard zu fahren, ist dann auf dieser Fläche ganz einfach.

Die Kosten für das neue Jugendzentrum liegen bei 2,5 Millionen Euro. Geld, das zu 100 Prozent von Jost Reinhold, Ehrenbürger der Stadt Waren, stammt. Diesen Rahmen wolle und werde man auch nicht übersteigen, so Holfeld.

Mit dem Geld werden auch die Kosten für die Außenanlagen sowie die etwa 50 Meter lange Zufahrtsstraße, die von der Rabengasse entstehen soll, abgedeckt. „Noch können wir diese Straße aber nicht herrichten, weil sie noch als Zufahrtsweg für die Baufahrzeuge genutzt wird“, sagt Johannes Holfeld.

Erdwärme heizt das Gebäude

Und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben. Ende März sollen die Rohbau-Arbeiten für das erste Obergeschoss abgeschlossen sein, etwa vier Wochen später auch für das zweite Obergeschoss. „Ab Mai soll der Innenausbau beginnen, also die Elektro- sowie die sanitären Anlagen eingebaut werden“, sagt Johannes Holfeld. Die Heizungsanlage gehört dann ebenfalls dazu.

Allerdings wird im JOO künftig nicht mit Erdöl oder –gas geheizt, sondern mit Erdwärme. Dafür wurden bereits zwei Geo-Bohrungen in bis zu 150 Meter Tiefe gesetzt. Über eine Fußbodenheizung wird die Wärme in die Zimmer entweichen. Bei den vielen Betätigungsmöglichkeiten im „JOO“, das durch die Stadt betrieben werden soll, wird den Jugendlichen sicherlich so oder so warm werden.

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