ANWOHNER GEGEN PLATZ FÜR KÜNFTIGES JUGENDZENTRUM

Furcht vor mehr Lärm und Vandalismus

Erst zum Bürgermeister, dann zum Nordkurier. Eine Abordnung der Einwohner der Warener Mozartstraße will sich ein Jugendzentrum in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft nicht gefallen lassen. Streit ist schon jetzt programmiert.
Hier auf dem Parkplatz hinter der Warener Stadtverwaltung soll das neue Jugendzentrum entstehen.             
Hier auf dem Parkplatz hinter der Warener Stadtverwaltung soll das neue Jugendzentrum entstehen.   Thomas Beigang
Waren ·

Nichts gegen ein Jugendzentrum. Rosemarie und Volker Funke wollen gar nicht erst den Eindruck aufkommen lassen, sie und ihre Nachbarn würden sich gegen ein vom Gönner Jost Reinhold gespendetes Haus für die jungen Leute sperren. Im Gegenteil. Wie viele andere Warener sind auch sie der Ansicht, in Waren geschehe für die Jugend eigentlich viel zu wenig.

Unterschriftenliste liegt vor

Aber – Rosemarie und Volker Funke leben in der Warener Mozartstraße in unmittelbarer Nähe zu dem Standort, der als Favorit und einzige übriggebliebene Variante für den Bau eines Jugendzentrums in Waren gilt: Einem unbefestigten Parkplatz hinter der Stadtverwaltung. „Für uns ist dieser Platz nicht akzeptabel“, so das Ehepaar Funke, die vorgeben, im Namen vieler Nachbarn zu sprechen und eine Unterschriftenliste mit über 20 Namen vorweisen. „Die sind alle gegen diesen Standort“, so Rosemarie Funke. Die Gründe: Furcht vor noch mehr Lärm, Angst vor möglichen nächtlichen Störungen und Sorgen um eventuellen Vandalismus.

Gespräch mit dem Bürgermeister

Ihre Sorgen haben acht Frauen und Männer schon bei einem Gespräch mit Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) am Dienstag kund getan. „Aber ob das etwas genutzt hat?“, zweifelt Volker Funke. Denn das Stadtoberhaupt hätte ihnen klar gemacht, das ihm die Hände gebunden seien, entscheiden würden die Stadtvertreter. Die gewählten Abgeordneten wollen am 19. Februar das Urteil über den Standort fällen. Und weil bisher alle zuständigen Ausschüsse der Stadtvertretung mit großen Mehrheiten für den Platz hinter der Stadtverwaltung gestimmt hätten, sei nicht mit einem Nein zu rechnen.

"Wahrlich schon genug geplagt"

„Aber an uns hat dabei eben kaum jemand gedacht“, spricht das Ehepaar Funke für sich und seine Nachbarn. Besonders verärgert sind sie, weil von der Aktualisierung eines Lärmaktionsplanes geredet wird – nach der Niederlage der Befürworter einer Ortsumgehung. „Wir sind doch wahrlich schon genug geplagt“, sagt Volker Funke und erinnert an den tosenden Straßenverkehr. Und jetzt solle man noch ein Jugendzentrum in der Nähe erdulden müssen.

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