FESTIVAL

Fusion 2021 soll geteilt und deutlich teurer werden

Das Fusion-Festival wird gesplittet. Grund ist die Corona-Pandemie. Für die Besucher bedeutet das aber auch höhere Kosten.
So voll wie bei den letzten Festivals wird es nicht mehr werden: Pro Wochenende sind nur noch 35 000 Leute zugelassen.
So voll wie bei den letzten Festivals wird es nicht mehr werden: Pro Wochenende sind nur noch 35 000 Leute zugelassen. Matthias Schütt
Die verschiedenen Hangars bleiben 2021 geschlossen.
Die verschiedenen Hangars bleiben 2021 geschlossen. Nadine Schuldt
Lärz.

Jetzt ist es heraus: Der Kulturkosmos-Verein hat sich entschieden, das Fusion-Festival im kommenden Jahr in seiner Größe zu halbieren und auf zwei hintereinander liegende Wochenenden zu verteilen. Das teilte der Verein, der das Festival seit Jahren organisiert, in seinem neuesten Newsletter mit. Grund für die Änderung ist die Corona-Pandemie. Eine Durchführung der Fusion mit über 70 000 Menschen könnte vor diesem Hintergrund nicht nur unverantwortlich erscheinen, sondern auch von den Genehmigungsbehörden nicht zugelassen werden, heißt es weiter.

Laut Kulturkosmos soll das erste Festival-Wochenende auf das letzte Juni-Wochenende fallen und das zweite Wochenende auf das erste Juli-Wochenende. Die Veranstaltung wird auf vier statt sonst fünf Tage heruntergefahren. Mit der Halbierung des Festivals geht auch eine Teilung der Besucher-Zahlen einher. So können jeweils an einem Wochenende nur maximal 35 000 Leute auf das Festivalgelände bei Lärz. Weil an den Wochenenden nur noch die Hälfte der Besucher da sein werden, wird auch das Programm um jeweils 30 Prozent reduziert. „Dies wird vor allem die geschlossenen Hangars betreffen, bei gleichzeitiger Beibehaltung möglichst aller Veranstaltungsflächen im Freien”, teilte der Verein mit. Wie es in dem Newsletter heißt, werden an beiden Wochenenden alle Open-Air-Floors mit den verschiedensten Künstlern bespielt.

Allerdings gibt es mit der neuen Regelung auch einen deftigen Wermutstropfen. „Durch die Splittung auf zwei Festivals steigen die Kosten erheblich”, macht der Kulturkosmos deutlich. Und zwar mindestens um das 1,6-fache einer regulären Fusion. Die Zusatzkosten für den Corona-Infektionsschutz seien da noch nicht mitkalkuliert, so der Verein. Zudem müsse dieser Nachschlag die laufenden Kosten des Fusion-freien Jahres 2020 deckeln.

„Wir haben lang hin und her gerechnet und sind zu dem Schluss gekommen, dass zu dem bereits bezahlten Ticketpreis von 130 Euro ein Aufpreis von 75 Euro fällig werden wird, damit wir diese gesplittete Fusion finanzieren können”, erklärte der Verein. Der Ticketpreis 2021 steigt somit auf 220 Euro inklusive zehn Euro Müllpfand. Anfang November müssen dann alle Ticketinhaber mitteilen, ob sie den Aufschlag zahlen können. Alle stornierten Tickets werden dann Anfang Dezember verlost.

Ob die Fusion-Anhänger diese Zusatzkosten für das kommende Jahr aufbringen werden, ist fraglich. Doch bislang blieben die Fusionisten dem Festival ziemlich treu. Die große Mehrheit Aller, die für dieses Jahr ein Fusion-Ticket ergattern konnten, habe dieses trotz der Corona-Absage nicht storniert, erklärte der Kulturkosmos. Dass sei der Kleinkredit gewesen, der ihnen ermöglicht hätte, weiter zu arbeiten. Und für 2021 zu planen. Doch „die Option, die Fusion einmal auf die Hälfte zu schrumpfen, hätte bedeutet, dass wir einen großen Teil von euch per Losverfahren wieder hätten ausladen müssen”. Das wäre für den Verein undenkbares Szenario gewesen. Auch wenn es heute noch nicht verbrieft und abgemacht sei, ob die Rakete im kommenden Sommer tatsächlich steigen wird, plane man jetzt mit voller Kraft für zwei Festivalwochenenden.

 

 

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Kommentare (1)

ist doch vom Immergut Festival nicht von der Fusion.