NEUE KITA

Fusion-Verein schenkt Lärz ein großes Grundstück

Die Kita in Lärz soll erhalten bleiben. Der Verein Kulturkosmos Müritz, der vor allem für sein europaweit berühmtes Fusion-Festival bekannt ist, unterstützt die Gemeinde deshalb auf ganz besondere Weise.
Susann Salzmann Susann Salzmann
Das künftige Kita-Grundstück ist auf der Grafik links zu sehen.
Das künftige Kita-Grundstück ist auf der Grafik links zu sehen. Martin Eulenhaupt/Kulturkosmos e.V.
Lärz.

Mit diesem Weihnachtsgeschenk kann das neue Jahr für die Gemeinde Lärz im Süden der Müritz optimal starten: Der Verein Kulturkosmos Müritz, der vor allem durch das europaweit berühmte Fusion-Festival auf dem alten Flugplatzgelände bei Lärz bekannt ist, hat ein Grundstück an der Gaarzer Straße erworben, das insgesamt rund 1,8 Hektar groß ist. Einen Teil der Fläche hat der Verein abgegeben. Damit soll Lärz, vor allem aber den Eltern von kleinen Kindern geholfen werden.

Dort, wo jetzt noch Ackerfläche zu sehen ist, könnte vielleicht schon im nächsten Jahr schweres Gerät heranrollen, um auf dem 2500 Quadratmeter großen Areal eine neue Kita bauen zu können. Die Schenkung, die einen Wert von rund 25.000 Euro hat, an die Gemeinde ist seit Mittwoch in trockenen Tüchern.

Sanierung wäre zu teuer

Die notarielle Beglaubigung stimmt den Lärzer Bürgermeister Hartmut Lehmann zuversichtlich. Der Gemeindechef atmet erleichtert auf, denn mit dem neuen Grundstück sind die Weichen gestellt, den Ort zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Nachdem die Arbeiterwohlfahrt Müritz die Lärzer Kita abgegeben hatte, nahm sich die Diakonie als Träger der Kinderbetreuung an.

Ein nicht hinweg zu diskutierendes Manko hatte die ganze Geschichte allerdings: „Das Kita-Gebäude ist nicht zukunftsfähig, die Auflagen wären im Fall einer Sanierung zu hoch“, berichtet Lehmann. Das bestehende Objekt auf den geforderten Stand der Dinge zu bringen, wäre teurer als ein Neubau. Letzteren präferiert die Gemeinde deshalb.

Verein will auch Kita betreiben

Durch die angedachte Gemeindehochzeit mit Rechlin und Schwarz sollten Eigenmittel der Kommune für den Kita-Bau aufgebracht werden. Die Fusion ist nun geplatzt. Lärz steht nun zwar als „Single“, aber längst nicht ohne Unterstützung da. Derzeit befinde sich die Gemeinde nämlich in Gesprächen zur Finanzierung. Lehmann blickt positiv in die Zukunft. Wer die Kita – sie soll laut Martin Eulenhaupt vom Kulturkosmos-Verein wie die bisherige für rund 25 Kinder ausgelegt sein – betreibt, ist aber noch unklar.

Doch der Verein bekundet auch dafür sein Interesse. Und zwar, obwohl es für Eulenhaupt und sein Team Neuland wäre. Dass der Kulturkosmos dem Kitabetrieb zugeneigt ist, hänge unter anderem mit der geplanten Kinder- und Jugendfarm zusammen. Diese Farm grenze an das neue Kita-Gelände. In punkto Jugendarbeit sei man aber kein unbeschriebenes Blatt Papier.

Auf dem restlichen mehr als einen Hektar großen Areal soll Baugrund für Einzel- und Doppelhäuser entstehen. All das soll vor allem junge Familien anziehen – und dem Ort eine Zukunft geben.

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