Agroneum
Dieser Riesen-Kürbis war der schwerste in Alt Schwerin

Fiete Stutz aus Röbel präentiert seinen 135,5 Kilogramm schweren Kürbis, mit dem er den Wettbewerb des Kürbisfestes gewann.
Fiete Stutz aus Röbel präentiert seinen 135,5 Kilogramm schweren Kürbis, mit dem er den Wettbewerb des Kürbisfestes gewann.
Frank Hormann

Der Sieger-Kürbis brachte knapp 14 Kilogramm mehr auf die Waage als der zweitplatzierte. Eine satte Leistung, die von den vielen Besuchern des Agroneums bestaunt wurde.

Der sonnige Herbst und riesige Kürbisse haben dem agrarhistorischen Museum Agroneum in Alt Schwerin einen Besucheransturm beschert. „Bis zur Wahl des schwersten Kürbisses am Nachmittag wurden schon mehr als 2300 Gäste gezählt“, sagte Agroneum-Leiterin Anke Gutsch. Unter dem Motto „formvollendet rosig und rund“ brachte das schwerste Exemplar 135,5 Kilogramm auf die Waage. „Das war ein ideales Jahr für Kürbisse, wir mussten nur täglich gießen“, erklärte Kürbisbesitzer Fiete Stutz aus dem wenige Kilometer entfernten Röbel. Der zweitplatzierte Kürbis brachte 121,5 Kilogramm auf die Waage, er kam aus einem Dorf bei Rostock.

Viele Rezepte vorgestellt

Besucher konnten für den Herbstspeiseplan aus unzähligen Kürbisrezepten wählen. So gab es Kürbisse gekocht oder eingelegt, als Marmelade sowie in Brot oder Kuchen gebacken. Die vitaminreichen Riesenbeeren – der Kürbis ist eine Beerenfrucht – können für würzige und schmackhafte Abwechslung sorgen, sagte Gutsch. Auch Halloween-Kürbisse wurden geschnitzt.

Durch den Besucheransturm verbesserte sich die Gästebilanz 2018 erheblich. Wegen des für Museen zu heißen Sommers lag das Agroneum bisher hinter dem Vorjahreswert. Nun wurden bereits rund 41.000 Gäste gezählt, die Saison endet Anfang November.

Besonderer Dampftraktor

Als besonderer Höhepunkt wurde am Sonntag auch das „beste Stück“ des Agroneums angeheizt: Ein aufwendig restaurierter 100 Jahre alter MAN-Dampftraktor. Der Traktor aus dem Jahr 1918 ist elf Tonnen schwer, hat mit Heißdampfkraft rund 40 PS und war bis in die 50er Jahre hinein noch in der Forstwirtschaft in der Müritzregion in Betrieb.

Das Agroneum zeigt das landwirtschaftliche Leben über rund 200 Jahre anhand von Maschinen, historischer Schmiede, alten Silos, Mühlentechnik, Agrarflugzeugen sowie ehemaliger Tagelöhnerkaten.