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Garagenbesitzer protestieren mit Zettel und Stift gegen zerfahrene Situation

Von unserem MitarbeiterSören MusyalIn Malchow haben sich Einwohner mit einer Unterschriftenaktion an die Stadt gewandt. Schlaglöcher machen ihnen das Leben ...

Von unserem Mitarbeiter
Sören Musyal

In Malchow haben sich Einwohner mit einer Unterschriftenaktion an die Stadt gewandt. Schlaglöcher machen ihnen das Leben schwer. Sie fordern die Sanierung der Zufahrtsstraße.

Malchow.Einige Malchower sind verärgert, denn die Zufahrt zu ihren Garagen ist stark ramponiert. Seitdem im Winter große Lkw über den Alt Schweriner Weg rollten, müssen sie sich nun Sorgen um das Wohl ihrer Autos machen.
Die Straße ist gespickt mit tiefen Schlaglöchern, weil sie im Winter für den Abtransport von Holz genutzt worden war, obwohl sie nur zum Teil befestigt ist. Von der Kirchenstraße kommend ist der Weg bis zur Malchower Feuerwehr gepflastert. Dahinter aber reiht sich Loch an Loch, gleicht der Weg einem Slalomparcours für marode Stoßdämpfer.
„Der aktuelle Zustand der Zufahrt ist untragbar“, empört sich Gerhard Moeller, der eine Unterschriftenaktion zur Verbesserung der dortigen Straßenverhältnisse ins Leben gerufen hat. Mit dieser wolle man der Stadt zeigen, wie wichtig den Unterzeichnern dieses Anliegen sei. Die klare Forderung: „Die Sanierung des Alt Schweriner Wegs, sobald die Wetterlage es zulässt.“ Fünfzehn Garagenbesitzer haben sich bisher auf der Liste eingetragen – das seien fast alle Anlieger. Aber Moeller ist sich sicher: „Die anderen hätten natürlich auch unterschrieben, aber im Winter ist es eben schwierig, alle zu erreichen.“
Schon Ende März hatten die Bürger ihre Petition an Elke-Annette Schmidt, Stadtvertretervorsteherin, übergeben. Seit Dienstag liegt sie auch Bürgermeister Joachim Stein vor. Die Bürger hoffen nun, dass so schnell wie möglich Abhilfe geschaffen wird. Schließlich zahle man Nutzungsgebühren für die Grundstücke, so Moeller. Da müsse eine intakte Zufahrt doch gewährleistet werden. Zumal der Alt Schweriner Weg doch der nächste Weg zum Ehrenfriedhof für die Opfer des zweiten Weltkrieges sei. Auf Touristen mache ein solcher Pfad wahrlich keinen guten Eindruck, mahnt Moeller.
Elke-Annette Schmidt zeigt sich einsichtig. Nach einer Besichtigung könne sie den Ärger der Bürger gut verstehen, man müsse jedoch abwarten, wie der Stadtentwicklungsausschuss die Situation einschätze. Der tagt am 17.April, aber trotz allem Verständnis für die Empörung will Schmidt den Anliegern auch nicht zu viel Hoffnung machen. „In Malchow sind leider noch viele andere Straßen in schlechtem Zustand“, merkt sie an. Und wie so oft hängt alles am Geld, denn der Haushalt ist gedeckelt. Etwa 30 000 Euro seien für Sanierungen eingeplant, da könne sie nicht versprechen, dass der Alt Schweriner Weg oberste Priorität bekäme. Gehör haben sich die Malchower also verschafft, aber ob die Stadt ihrer Forderung nachkommen wird, ist noch nicht abzusehen. Der Bodenfrost lässt eine Sanierung indes ohnehin noch nicht zu. Das wissen auch die Anlieger, die sich nun vorerst in Geduld üben müssen.

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