GRUNDSTÜCKS-VERKAUF

Gartenpächter hoffen auf eine Entschädigung

Jetzt ist es amtlich: Die Kleingärtner eines Vereins in Waren müssen Schubkarren und Harken einpacken. Während einer Beratung haben sie sich Ratschläge abgeholt, wie sie dabei noch gut abschneiden können.
Blick von oben auf die betroffenen Kleingärten in Warens Teterower Straße. Die Pächter dürfen hier noch eine Saison vorbereiten, dann ist wohl Schluss.
Blick von oben auf die betroffenen Kleingärten in Warens Teterower Straße. Die Pächter dürfen hier noch eine Saison vorbereiten, dann ist wohl Schluss.
Waren.

Die Versammlung ist nicht öffentlich. Weder der Nordkurier darf daran teilnehmen, selbst der Vertreter des Regionalverbandes der Gartenfreunde, der Warener Rainer Espig, wird vor die Tür gewesen. Bodo Rubelt, der Geschäftsführer des Bahn-Landwirtschafts-Bezirkes Berlin e.V., der bisherige Verpächter, will mit seinen Gartenfreunden allein sein.

Zur Vorgeschichte: Die Bahn-Landwirtschaft – eine Tochter der Deutschen Bahn – die Gärten auf bahneigenem Gelände verpachtet, musste erfahren, dass 6000 Quadratmeter Gärten in Waren von einem Bahn-Makler verkauft wurden. An einen Warener, der hier einen neuen Supermarkt errichten will (der Nordkurier berichtete). Dies und die daraus folgenden Konsequenzen für die zumeist bejahrten bisherigen Pächter sollten mit den Kleingärtnern beraten werden. „Mein Auftrag lautet“, so Bodo Rubelt vor Beginn der Versammlung, „die Abwicklung verträglich zu gestalten“.

Schon im Frühjahr kommt der Schätzer

Worauf es ankommen soll, berichtet Manfred Albrecht, einer der betroffenen Pächter, dem Nordkurier nach der Beratung. Es müsse erreicht werden, den bisherigen Pächtern nicht die Kosten und die Arbeit mit der Beräumung ihrer Parzellen aufzubürden. Die solle, wenn irgend möglich, der neue Besitzer vollbringen. Schon im Frühjahr könne möglicherweise ein bestellter Schätzer die Gartenpächter aufsuchen, um den Wert der gärtnerisch genutzten Grundstücke zu ermitteln. Dies sei wichtig für eine eventuelle Entschädigung durch den neuen Besitzer.

Manfred Albrecht gestand ein, die Stimmung unter den Versammelten sei durchaus zweigeteilt gewesen. Da wären die einen, die ohnehin aus verschiedenen Gründen geplant hatten, sich ihres Gartens zu entledigen und Leute wie er, die eigentlich ganz anderes im Sinn hatten. Aber nun sei es eben so, wie es sei. Trotzdem will sich Manfred Albrecht jetzt an die Frühjahrsbestellung machen. Die wohl letzte auf dieser Parzelle.

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