ÜAZ war in der Existenz extrem gefährdet:

Gesellschaft soll den Bildungsstandort Waren retten

Vor fünf Jahren stand das Überregionale Ausbildungszentrum in Waren (ÜAZ) als gemeinnütziger Verein kurz vor der Insolvenz. Jetzt soll eine Änderung der Rechtsform das langfristige Überleben sichern.

Die Stadt Waren will sich als Gesellschafter beim ÜAZ engagieren.
Thomas Beigang Die Stadt Waren will sich als Gesellschafter beim ÜAZ engagieren.

Managementfehler hatten die Existenz des ÜAZ extrem gefährdet – die seinerzeitige Geschäftsführung wurde abberufen. Nach einer anschließenden schwierigen und angespannten Phase der Konsolidierung steht nunmehr fest: Ein gemeinnütziger Verein, so heißt es in einer Verwaltungsvorlage aus dem Warener Rathaus, könne in der heutigen Zeit den aktuellen Erfordernissen nicht mehr gerecht werden. Mit Unterstützung von externem Sachverstand wurde die Empfehlung ausgesprochen, den Verein rückwirkend zum 1. Januar 2017 in eine GmbH umzuwandeln – mit sieben Gesellschaftern. Dazu gehören neben der Stadt Waren, die städtischen Töchter Stadtwerke und Wogewa, die Mecklenburger Metallguss, das Möwe Teigwarenwerk, die Werbe-Licht Dr. Jahn GmbH aus Neubrandenburg sowie Rolf Piller als einzelner Bürger.

„Ziel ist, mit der neuen Rechtsform den Bildungsstandort Waren zu sichern“, machte Norbert Möller am Donnerstagabend vor den Mitgliedern des Hauptausschusses deutlich. Allerdings müssten hinsichtlich des Gesellschaftervertrages noch Fragen zu Stamm- und Eigenkapital sowie Bargeldeinlagen geklärt werden – dies soll bis zur Sitzung der Stadtvertretung erfolgen. Dort könnte die Umwandlung des ÜAZ dann beschlossen werden.