NACH KAMPFJET-UNGLÜCK

Gezielte Sprengungen nach Eurofighter-Absturz

Luftwaffe und andere Bundeswehreinheiten wollen heute die Such- und Bergungsarbeiten fortsetzen. Mit insgesamt etwa 500 Soldaten soll das Sperrgebiet bei Nossentin abgesucht werden.
dpa
Mit insgesamt etwa 500 Soldaten – statt bisher etwa 300 – soll das riesige bewachte Sperrgebiet abgesucht werden.
Mit insgesamt etwa 500 Soldaten – statt bisher etwa 300 – soll das riesige bewachte Sperrgebiet abgesucht werden. Daniel Bockwoldt
Nossentin.

Im Zusammenhang mit Bergungsarbeiten bei einem der verunglückten Eurofighter-Kampfflugzeuge haben mehrere Sprenggeräusche die Anwohner im Sperrgebiet verunsichert. „Das waren am Dienstagabend gezielte Sprengungen an dem Wrack bei Nossentin, damit es gefahrlos geborgen werden kann”, sagte die Bürgermeisterin von Nossentiner Hütte, Birgit Kurth, am Mittwoch. Sie habe mehrere Anrufe besorgter Bürger bekommen.

Ein Sprecher der Luftwaffe bestätigte dies und erläuterte, dass das „Team Flugsicherheit” kleinere Mengen explosiver Stoffe an Bord des Flugzeugwracks vernichtet habe. Dabei handele es sich um ein Sprengstoffnotsystem an der Maschine, deren Pilot ums Leben gekommen war.

Luftwaffe und andere Bundeswehreinheiten wollen im Laufe des Mittwoch ihre Such- und Bergungsarbeiten fortsetzen. Mit insgesamt etwa 500 Soldaten – statt bisher etwa 300 – soll das riesige bewachte Sperrgebiet mit den zwei Absturzstellen bei Nossentin und Nossentiner Hütte systematisch abgesucht werden, um Maschinenteile zu finden.

Ein anderer Sprecher der Luftwaffe hatte zuvor betont, dass am Montag insgesamt drei Maschinen aus Laage bei Rostock eine besonders anspruchsvolles Manöver geflogen hatten, das zur Standardausbildung der Luftwaffe gehöre und nicht simuliert werden könne. Dabei waren zwei Maschinen zusammengestoßen und etwa vier Kilometer Luftlinie voneinander entfernt abgestürzt.

Beiden Piloten gelang es noch, die Schleudersitze zu aktivieren. Aber ein Mann starb, der zweite Pilot überlebte verletzt. Die dritte Maschine flog zurück nach Laage. Die Flugdatenschreiber der Eurofighter waren am Dienstag gefunden worden. Ein Bundeswehrsprecher hatte erklärt, er rechne in der kommenden Woche mit ersten Ergebnissen zur Unfallursache.

Alle Nordkurier-Artikel zu der Eurofighter-Tragödie finden Sie hier.

 

 

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Nossentin

zur Homepage

Kommentare (3)

Nicht, dass man die Sprengung per Pressemitteilung hätte ankündigen können - Pillepalle - oder mehrere Sprengungen tatsächlich die Notfallssysteme begründen würden. Das Gefühl, wenn die Bundeswehr den Bund den sie verteidigen soll und das Volk, dass sie finanziert für zivile Witzfiguren hält, die das ja alles mal gar nichts angeht.

Das was da gesprengt wurde, ist "streng Geheim" und darf außer dem Militär niemand erfahren,denkt das Militär. Andere Geheimdienst wissen lange was für Waffen und Raketen an Bord waren und lachen sich krumm. Die Gefahren die davon ausgehen werden wissentlich und willentlich verschwiegen.
Die Bevölkerung, die unmittelbar betroffen ist, wird für Dumm verkauft.
Das wäre doch mal was für die "Grünen" aber leider Fehlanzeige. Soweit geht dann die Freundschaft mit den Bürgerinnen und Bürgern dann doch nicht.
Herr Hofreiter bitte melden!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hier wurden vermutlich die Treibladungen für den Schleudersitz bzw. für das Absprengen des Kabinendachs durch Sprengung unschädlich gemacht. Da der Pilot den Schleudersitz scheinbar noch ausgelöst hat, der Vorgang aber nicht stattgefunden hat, besteht die Gefahr, dass die Ladungen unkontrolliert auslösen.
Die Vokabel 'Sprengstoffnotsystem' ist hier etwas verwirrend.