FESTGOTTESDIENST

Glockenspiel in Waren eingeweiht

Die Marienkirche ist nun besonders stimmgewaltig: In ihrem Turm gibt es jetzt auch ein Glockenspiel, dessen Klang am Sonntag erstemals über Waren hallte.
Im Turm der Marienkirche sind nun insgesamt 15 Glocken versammelt. Erklingen alle gemeinsam, ist das ein ganz besonderes Hörerlebnis.
Im Turm der Marienkirche sind nun insgesamt 15 Glocken versammelt. Erklingen alle gemeinsam, ist das ein ganz besonderes Hörerlebnis. Petra Konermann
Unter ihrer „Pudelmütze“ beherbergt die Warener Marienkirche nun zusätzlich ein Glockenspiel, das am Sonntag geweiht wurde.
Unter ihrer „Pudelmütze“ beherbergt die Warener Marienkirche nun zusätzlich ein Glockenspiel, das am Sonntag geweiht wurde. Petra Konermann
Viele Besucher kamen, um am Festgottesdienst zur Weihe des Glockenspiel teilzunehmen.
Viele Besucher kamen, um am Festgottesdienst zur Weihe des Glockenspiel teilzunehmen. Petra Konermann
Waren.

Mit einem besonderen Festgottesdienst, der gleich von drei Pastoren geleitet wurde, ist am Sonntag in Waren das neue Glockenspiel der St. Marienkirche eingeweiht worden. Die vielen Gottesdienstbesucher, aber auch die Menschen, die am Vormittag bei einem Spaziergang durch die Stadt die Frühlingssonne genossen, konnten zum ersten Mal die Läuteglocken und das neue Glockenspiel gemeinsam klingen hören.

Und das war ein ganz besonderer Ohrenschmaus: Denn schließlich ertönen nun aus dem Turm der Marienkirche sieben Läuteglocken und noch einmal acht Glocken des Glockenspiels. Insgesamt wurden fast 170.000 Euro Spenden gesammelt, mit denen der Kauf bzw. der Guss der neuen Glocken finanziert werden konnte. Vereine, Verbände, Unternehmen, Stiftungen, aber auch viele private Spender hatten Geld dafür gegeben. Sie alle sind namentlich auf einer großen Tafel aufgeführt, die nun ebenfalls im Turm der Marienkirche ihren Platz gefunden hat.

Pastor Leif Rother erinnerte daran, dass vor über 100 Jahren der Mecklenburgische Großherzog seine Zustimmung zur Anschaffung von Bronzeglocken für St. Marien gegeben hatte. Die Freude darüber hielt aber nicht lange: Bereits 1917 wurden die Warener Glocken eingeschmolzen – für Kriegszwecke. 1922 gab es dann neue Glocken – aus Stahl, weil Bronze unerschwinglich geworden war. 1990 dann, so Pastor Rother, waren die Eisenglocken an ihr Lebensende gekommen. Neue Glocken mussten her. Eigentlich. Aber nach den Anstrengungen zur Restaurierung wollte die Kirchgemeinde zunächst Kraft schöpfen.

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