Jörg Schnurrbusch und Angelika Wagner-Schnurrbusch mit Dehoga-Kreissprecher Gerhard Schröter (v.l.n.r.).
Jörg Schnurrbusch und Angelika Wagner-Schnurrbusch mit Dehoga-Kreissprecher Gerhard Schröter (v.l.n.r.). Miriam Brümmer
Neben den Zertifikaten gab es die ersten Medaillen für die Premiumprodukte.
Neben den Zertifikaten gab es die ersten Medaillen für die Premiumprodukte. Miriam Brümmer
Spirituosen

Gold und Silber für Liköre aus der Müritzregion

Als Quereinsteiger hatten sie begonnen, jetzt räumen die Likörproduzenten aus der Müritzregion bei einem internationalen Wettbewerb ab.
Klink

Das Erfolgskonzept für die Likör-Manufaktur an der Müritz klingt eigentlich simpel: „Wir wollten einen hochwertigen Likör machen, der auch Menschen schmeckt, die sonst keinen trinken“, erläutert Jörg Schnurrbusch, der gemeinsam mit seiner Frau Angelika Wagner-Schnurrbusch seit 2015 den Mürli Kräuterlikör und Eierlikör in Klink herstellt.

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Auf „gut Glück” beim Wettbewerb

Der Name „Mürli” setzt sich aus den Worten Müritz und Likör zusammen. Immer wieder wurden die beiden Spirituosen mit Auszeichnungen auf nationaler Ebene versehen, die im Büro der Manufaktur hängen. Dazu sind nun zwei internationale Zertifikate gekommen: Gold für den Mürli Kräuterlikör und Silber für den etwas jüngeren Mürli Eierlikör.

Der Weg zu inzwischen mehr als einem Dutzend Auszeichnungen begann für die beiden als Quereinsteiger ins Likör-Geschäft. „Wir wollten einfach mal gucken, wie wir in der Welt platziert sind“, ob sie da überhaupt eine Chance hätten. Dass sie beim „World Spirits Award 2022“, der weltweit auf 450 Einreichungen limitiert ist, sogar auf den ersten und zweiten Platz schossen, „damit haben wir nicht gerechnet“, so Jörg Schnurrbusch.

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So eine Art Michelin-Stern für Alkohol

„Wir waren wirklich sehr überrascht“. Die Auszeichnung sei „so was Ähnliches wie die Michelin-Sterne für die Köche“ sagte Dehoga-Kreissprecher Gerhard Schröter, der die beiden zu dieser Auszeichnung beglückwünschte. Aus eigener Erfahrung wisse er: „Der Tourist will Regionales auf der Karte sehen.“ Erst recht jetzt aus Sicht der Umwelt müssten auch wegen der kurzen Transportwege die Kreisläufe zu Ende gedacht werden. Als gesundes Land würden in der Region gesunde Produkte produziert und die müssten zum Wohle des Gastes angezapft werden. Das sei eine stetige Entwicklung, bei der die großen Konzerne von den kleinen Unternehmen Marktanteile abgezogen bekämen. „Uns haben die Gastronomen sehr unterstützt, indem sie uns auf die Karte genommen haben“, ist Jörg Schnurrbusch dankbar.

Angelika Wagner-Schnurrbusch erzählte, dass zu den Gewürzen und Kräutern aus der Region auch welche aus Übersee hinzukämen, „weil es nicht anders geht“, wenn eine gleichbleibende Qualität der Premiumliköre erhalten bleiben soll. Der Unterschied sei die Manufaktur. „Das muss nicht besser sein, kann es aber“, sagt sie.

Trotz der Erfolge bleibt dem Produzentenpaar auch in Zukunft wohl gar nichts anderes als die Handarbeit übrig, um ihren Likör abzufüllen. Die spezielle dreieckige Form der Flasche, für die sich die zwei zu Beginn bewusst entschieden hatten, ließe keine maschinelle Abfüllung und Weiterverarbeitung zu, weil Maschinen die Flasche nicht greifen könnten. Vom Ansatz bis zur Abfüllung des Kräuterlikörs vergehen 14 Tage.

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