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Goldener Hecht lässt Schuppen bald glitzern

Gucken, schauen, staunen – die Museumslandschaft in der Müritzregion ist bunt und vielfältig. Doch wie ist es um die Besucherzahlen bestellt? Und was gibt es Neues im Jahr 2014 zu sehen?

Von den Artgenossen verstoßen, von den Besuchern bestaunt: Der "goldene" Hecht im alten Aquarium.
Carsten Schönebeck Von den Artgenossen verstoßen, von den Besuchern bestaunt: Der "goldene" Hecht im alten Aquarium.

Goldene Zeiten brechen im Warener Müritzeum an: Denn das neue Jahr soll endlich ein neues Zuhause für den einzigen "goldenen" Hecht Deutschlands bringen. Das bestätigt auf Nachfrage Müritzeumsleiterin Andrea Nagel. Seit eineinhalb Jahren wird Geld gesammelt, um die 40 000 Euro für das Sonderbecken zusammenzubekommen, in dem das Schuppentier gezeigt werden kann.

Zurzeit schwimmt der Hecht in den alten Becken unter der Herrenseebrücke, dort, wo vor der Müritzeum-Eröffnung das Schauaquarium untergebracht war. „Diese Räume sind für Besucher nicht geeignet. Aber natürlich wollen wir unseren Hecht gerne zeigen. Deshalb sind wir froh, dass es bald soweit ist“, sagt Andrea Nagel. Mit den Besucherzahlen 2013 ist sie zufrieden: Rund 165 000 Besucher kamen.

Im DDR-Museum in Malchow wird eine Sonderausstellung zum Thema „Mode in der DDR“ vorbereitet. „Unser Fundus ist recht gut bestückt, so dass die Schau abwechslungsreich wird“, berichtet Museumsleiterin Irina Gräser. Wer noch Mode aus den 1960er- oder auch 1970er-Jahren daheim hütet, der kann sie für die Sonderschau zur Verfügung stellen. „Vor allem selbst Geschneidertes aus dieser Zeit ist interessant“, meint Irina Gräser. Mit den Besucherzahlen im Jahr 2013 kann sie nicht zufrieden sein. Die lagen bei rund 17 000 Gästen und damit unter den Werten der Vorjahre.

Rund 10 000 Besucher wurden im Stadtgeschichtlichen Museum in Waren im Jahr 2013 registriert. Obwohl die Müritzstadt ihr 750. Jubiläum beging und die Feierlichkeiten viele Besucher anzog, kamen nicht mehr Menschen ins Museum. Denn: „Stadtgeschichte gab es bei vielen Veranstaltungen draußen“, meint Museumsleiter Jürgen Kniesz. Spannend wird es im Mai: Dann geht eine Sonderschau auf den Aufenthalt des Moskauer Künstlertheaters 1922 ein. Geübt haben die Künstler in Waren, aufgetreten sind sie dann in New York, Berlin und Prag.

Die Alte Burg Penzlin ist ein Besucher-Magnet: Rund 20 500 Gäste haben sich Hexenkeller, Schwarzküche und Foltergeräte 2013 angeschaut.