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Großbrand in Malchow ist gelöscht

Wehren aus der gesamten Müritzregion waren auch in der Nacht zum Mittwoch im Einsatz, um dem brennenden Müll endlich Herr zu werden. Endlich können sie einpacken.
Wehren aus der gesamten Müritzregion waren auch in der Nacht zum Mittwoch im Einsatz, um dem brennenden Müll endlich Herr zu werden. Endlich können sie einpacken.
Petra Konermann

Der größte Feuerwehr-Einsatz seit Jahrzehnten in Malchow ist beendet. Am Mittwochnachmittag konnten die Kameraden nach über 70 Stunden endlich das Wasser abdrehen. Was bleibt ist Erschöpfung und Rätselraten.

Es ist vollbracht. Der Großbrand auf dem Hof der Recycling-Firma Ziems in Malchow ist gelöscht. Am Mittwochnachmittag konnten die erschöpften Einsatzkräfte um Wehrführer Heiko Delph endlich verkünden, was sie seit Tagen herbeisehnten. Seit Mittwochmorgen wurden die Löscharbeiten komplett von Einsatzkräften des Katastrophenschutzzuges des Landkreises übernommen, die aus Woldegk und Friedland zum Einsatzort gekommen waren. Und die so die Feuerwehrleute der vielen Wehren entlasten, die mittlerweile an ihre Grenzen gekommen waren.

Seit Sonntag, über 70 Stunden waren Löschmannschaften im Einsatz, um den Schwelbrand zum Erliegen zu bringen. "Seit mehr als 20 Jahren hat es keine solchen schwierigen Einsatz hier in Malchow gegeben", stellte René Boldt, Wehrführer im Amt Malchow, fest. Über 350 ehrenamtliche Feuerwehrkräfte waren abwechselnd im Einsatz. Die Methode, Schaufel für Schaufel den Müll zu löschen, sei zeitaufwändig, dafür gründlich. "Anders geht es nicht", betonte Boldt. Das Material, das die Bagger aus dem Inneren des riesigen Müllbergs klaubten, war selbst nach drei Tagen Löscheinsatz trocken und extrem heiß.

Wie der Brand entstanden war - darüber gibt's derzeit in Malchow nur Rätselraten. "Brandstiftung oder Selbstentzündung, es gibt nur diese zwei Möglichkeiten", sagte Geschäftsführer Olaf Ziems. Die Polizei ermittelt - allerdings kann sie erst jetzt auf den Plan treten, nachdem die Löscharbeiten abgeschlossen sind, wie Polizei-Pressesprecherin Karen Lütge erklärte.