IC „Mecklenburgische Ostseeküste”

Großer Bahnhof für neuen Intercity wegen Coronavirus abgesagt

Eine neue Zugverbindung soll die Fahrtzeit zwischen Rostock und Dresden verkürzen. Der frisch getaufte Intercity wird am Sonnabend in Waren vorgestellt.
Die neuen Züge sollen ab 8. März auf der Intercity-Linie Rostock-Berlin-Dresden zum Einsatz kommen.
Die neuen Züge sollen ab 8. März auf der Intercity-Linie Rostock-Berlin-Dresden zum Einsatz kommen. Gregor Fischer
Waren

Pünktlich um 11.07 Uhr am Samstag, 7. März, soll der Doppelstock-Intercity der Deutschen Bahn auf dem Warener Bahnhof eintreffen. Gut eine Stunde zuvor wird er im Rostocker Bahnhof auf den Namen „Mecklenburgische Ostseeküste“ getauft, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte. Mit den neuen IC-Zügen schafft die Bahn eine attraktive Verbindung der Städte Rostock und Dresden. Waren und auch Neustrelitz werden dabei erstmals wieder zu regelmäßigen IC-Haltepunkten.

An jedem Haltepunkt wird es für Neugierige, die den von der österreichischen Westbahn erworbenen und frisch lackierten Züge sieben bis acht Minuten Verweilzeit geben, um das flotte Gefährt zu bewundern. Um 11.15 Uhr wird der Intercity mit seinen 300 Sitzen die Müritzstadt in Richtung Neustrelitz verlassen. Dort wird er 11.31 Uhr ankommen und acht Minuten später wieder weiterfahren.

In zwei Stunden von Rostock nach Berlin

Das Datum, an dem der Doppelstock-IC der Deutschen Bahn der Öffentlichkeit präsentiert werden sollte, wurde nicht zufällig gewählt. Das neue touristische Angebot – immerhin fahren täglich 16 Schnellzüge von Rostock nach Dresden und zurück – sollte bei der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin vorgestellt werden. Da dieser große Bahnhof um die Reisemesse nun wegen des neuartigen Corona-Virus abgesagt wurde, wird der neue Intercity mit weniger Brimborium am 7. März präsentiert. Vielerorts wollen Bürgermeister den IC beim Eintreffen aber feierlich begrüßen.

Zu sehen ist der Zug also, aber die Präsentation bleibt jedoch in kleinem Rahmen. Die Deutsche Bahn bringt damit zusätzliche, mit W-Lan ausgestattete Fernverkehrszüge auf die Schiene. 17 Doppelstockzüge des Herstellers Stadler verstärken die Fahrzeugflotte. Am 8. März kommen die ersten neun elektrischen Triebzüge zum Einsatz. Sie sollen schließlich einen ganztägigen Zwei-Stunden-Takt zwischen Rostock und Dresden ermöglichen.

Zwischen Rostock und Berlin soll die Fahrzeit nur noch zwei Stunden betragen. Zuggäste gelangen damit rund 40 Minuten schneller in die Bundeshauptstadt als bisher.

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