IHK-WETTBEWERB

Gründerinnen mit Schulbauernhof und Kugelhäusern erfolgreich

Luise Beaumont aus Freidorf hat den IHK- Gründerinnen-Wettbewerb „Start up and fly” gewonnen. Auch die Zweitplatzierte kommt aus der Müritzregion.
Luise Beaumont aus Freidorf ist die Siegerin des Gründerinnen-Wettbewerbs.
Luise Beaumont aus Freidorf ist die Siegerin des Gründerinnen-Wettbewerbs. IHK
Marion Eschenbach baut innovative Halbkugel-Häuser in Wustrow bei Penzlin.
Marion Eschenbach baut innovative Halbkugel-Häuser in Wustrow bei Penzlin. Susann Salzmann
Freidorf ·

Luise Beaumont aus Freidorf bei Penzlin ist die Siegerin des Gründerinnen-Wettbewerbs „Start up and fly“, den die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern im März ausgerufen hatte. Die junge Unternehmerin hat neben einer eigens gefertigten Skulptur auch das ausgeschriebene Preisgeld in Höhe von 3000 Euro erhalten.

Vor drei Jahren hat sie einen Schulbauernhof mit Tieren sowie einen mehrere tausend Quadratmeter großen Garten übernommen. Dort setzte sie ein einzigartiges Konzept erfolgreich um: Die Kinder sprechen während ihres Ferienaufenthaltes auf dem Hof sowohl Deutsch als auch Englisch und lernen im Alltag Verantwortung gegenüber Tieren, Nahrungsmitteln sowie Umwelt und Natur zuübernehmen.

Wettbewerb soll Frauen Mut machen

„Gemeinsam mit meinem Mann will ich den Hof noch nachhaltiger gestalten”, blickt Luise Beaumont voraus. So solle sich auf dem Hof verstärkt mit den Kindern mit dem Thema der Müllproduktion und -vermeidung auseinandergesetzt werden. „Wir verarbeiten unseren Papiermüll schon jetzt zu Feuerbriketts und wollen künftig Plastikmüll einschmelzen und zu neuen Gebrauchsgegenständen für den Alltag formen beziehungsweise gießen.”

Insgesamt wurden bei der IHK Neubrandenburg 16 Bewerbungen eingereicht. „Ziel des Wettbewerbs war es, Geschichten erfolgreicher Unternehmerinnen aus der Region bekannter zu machen und weitere Frauen zum Schritt in die Selbstständigkeit zu ermutigen, denn bundesweit werden nur 36 Prozent der Existenzgründungen von Frauen vorgenommen“, stellt NeubrandenburgsIHK-Präsident Wolfgang Blank fest. Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die Schirmherrin des Wettbewerbs war, hatte er am Montag die Unternehmerinnen geehrt.

„Die Gründerinnen, die heute ausgezeichnet werden, stehen für Tradition und die Wirtschaft unseres Landes. Und wir sind mit unserer Gastfreundlichkeit Reiseziel Nummer der 1 Deutschen. In der Landwirtschaft und im Tourismus, aber auch in der Industrie und in anderen Dienstleistungsbranchen brauchen wir Gründerinnen und Gründer. Sie verbreitern die Basis unserer von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägten Wirtschaft. Sie bringen neue Impulse und schaffen neue Arbeitsplätze. Deshalb hilft die Landesregierung“, sagte Schwesig am Montagabend.

Ratsuchenden wird Unterstützung angeboten

Auch die Zweitplatzierte im Gründerinnen-Wettbewerb kommt aus der Müritzregion. Im Penzliner Ortsteil Wustrow am Tollensesee baut Marion Eschenbach mit ihrer „Venuszauber am See” ein Feriendorf mit innovativen Unterkünften auf. Die 12 Kugelhäuser werden ausschließlich in ökologischer Holzbauweise errichtet.

„Die Nachfrage ist groß. Wir hätten schon mit der Vermietung starten können. Aber durch die Corona-Krise und die Unterbrechung von Lieferketten hatten wir Schwierigkeiten mit der Fertigstellung”, sagt Marion Eschenbach. Fünf von zwölf Häusern sind fast fertig. Im nächsten Frühjahr soll es endlich richtig losgehen. Bis dahin wird auch die Außenanlage gestaltet.

Wolfgang Blank ermuntert die Siegerin und alle Bewerberinnen des Wettbewerbs, auch beim heute beginnenden neuen IHK-Mentoring-Programm „Start up and fly 1 +1“ mitzumachen. Erfolgreiche Unternehmerinnen oder Unternehmer aus der IHK-Region geben in diesem Programm Ratsuchenden ehrenamtlich Unterstützung im Firmenalltag zu den unterschiedlichsten Fragestellungen. Das Spektrum könne zum Beispiel von der Ausbildung über das Auslandsgeschäft bis hin zur Digitalisierung, Finanzierung, Marketing, Vertrieb oder bis zur Unternehmensführung und zum Personalmanagement reichen.

 

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