So soll das Dorint Seehotel aussehen, wenn es in zwei Jahren eröffnet wird.
So soll das Dorint Seehotel aussehen, wenn es in zwei Jahren eröffnet wird. Avila Management & Consulting AG
Eines der bekanntesten Hotels in Ostdeutschland – das Müritz-Hotel in Klink – wurde 2017 gesprengt.
Eines der bekanntesten Hotels in Ostdeutschland – das Müritz-Hotel in Klink – wurde 2017 gesprengt. Jens Büttner
Am Mittwoch fand die feierliche Grundsteinlegung für den Neubau des Dorint Seehotels – Resort Klink/Müritz sta
Am Mittwoch fand die feierliche Grundsteinlegung für den Neubau des Dorint Seehotels – Resort Klink/Müritz statt. Mit dabei waren unter anderem Dorint Geschäftsführer Jörg T. Böckeler, Investor Douglas Fernando von der Avila-Gruppe, Staatssekretär Jochen Schulte, Klinks Bürgermeisterin Jana Böckman, Warens Bürgermeister Norbert Möller und die Aufsichtsratsvorsitzende der Avila-Gruppe, Sibylle Möller. Miriam Brümmer
Tourismus

Grundstein für neues Hotel an der Müritz gelegt

Nach langen Verzögerungen haben die Investoren Wort gehalten. Sie haben mit dem neuen Hotel in Klink noch Großes vor – und nannten schon mal einen Eröffnungstermin.
Klink

Eine ziemlich große Kupferschatulle hatten die Betreiber, Investoren und Politiker am Mittwoch bei der Grundsteinlegung für das Dorint Seehotel-Resort Klink/Müritz zu füllen. Hineingelegt wurde in die Zeitkapsel traditionell Münzen, eine Ausgabe der Tageszeitung – den Nordkurier – und die Landesflagge Mecklenburg-Vorpommerns. Ein Mikrofilm mit den Zeichnungen des Hotels befindet sich ebenfalls darin. Der sei langlebig, aber in 300 Jahren vermutlich veraltet, hieß es.

Klinks Bürgermeisterin Jana Böckmann steuerte die Baugenehmigung bei. Ein christliches Kreuz und Schriften der drei Heiligen Wenzel, Lioba und Giselher, die am Mittwoch ihren Namenstag hatten, befinden sich ebenfalls darin. Das historische Ereignis erfolgte auf dem Gelände des ehemaligen FDGB Erholungsheims „Herbert Warnke“, welches später zum Müritz-Hotel Klink und gestern vor genau fünf Jahren gesprengt wurde.

Touristen aus ganz Deutschland im Visier

Douglas Fernando von der Avila-Gruppe versprach, dass die Eröffnung des Seehotel-Resort im Jahre 2024 erfolgen soll. Das sei realistisch, weil das Material schon gekauft oder bestellt sei. Dorint-Geschäftsführer Jörg T. Böckeler will die Zukunft nicht nur mit den Gästen von außerhalb gestalten, sondern sich auch lokal verankern. Das sei wichtig, denn nur wenn der Ruf vor Ort ein guter sei, würden die Menschen von weit her in das Hotel reisen. „Wir sehen uns in der Region als ein touristischer Motor“, welcher helfe, Touristen aus Berlin oder Hamburg und aus ganz Deutschland sowie international zu gewinnen. „Wir sehen uns als lokaler Partner der Hotellerie und der Gastronomie“, die schon seit vielen Jahren vor Ort ist und mit denen das Unternehmen im Schulterschluss agieren wolle, hieß es.

Nach Aussage von Klinks Bürgermeisterin Jana Böckmann sei dieses Ereignis für die Gemeinde als staatlich anerkannten Erholungsort ein denkwürdiger Moment, mit dem sich ein großer Wunsch erfülle. „Endlich hat das Warten ein Ende“, und die Fragen, wann denn endlich die Bauarbeiten für das neue Bettenhaus beginnen werden, eine Antwort, freute sie sich.

248 Gästezimmer auf fünf Etagen vorgesehen

Die Gemeinde hofft, mit dem Bau auf mehr Kurabgabe, um die Gemeinde voranzubringen. Das 4-Sterne-Superior Hotel wird über 248 Gästezimmer auf fünf Etagen, einen separaten Tagungsbereich mit Multifunktionshalle über zwei Stockwerke mit Verbindung zum Hotel, einen umfangreichen Spa-Bereich mit Saunabereich sowie Außen- und Innenpool verfügen.

Letzterer ist die Alternative zur Müritz, wenn der See zum Baden zu kalt ist. „Wir bauen ein Ganzjahres-Resort“, das von Frühjahr bis Winter Erholung in unterschiedlichen Facetten biete, versprach Jörg T. Böckeler.

Spa-Bereich auch für Einheimische?

Um ein klassisches Hallenbad handele es sich bei dem Innenpool jedoch nicht. Der Spa-Bereich sei in erster Linie für die Hausgäste konzipiert. Ob es, wie an anderen Standorten des Betreibers, eine Klubmitgliedschaft für die Menschen der Region geben werde, mit welcher der Spa-Bereich auch für Einheimische zugänglich sei, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Alle anderen Bereiche des Hotels mit gastronomischen Angeboten, sollen für die Menschen in der Region öffentlich zugänglich sein, versprach der Dorint-Geschäftsführer.

Warens Bürgermeister Norbert Möller bezeichnete den Neubau als Meilenstein für Gemeinde, die Stadt Waren und die Region. Nach Aussage von Jochen Schulte, Staatssekretär vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, werde das Hotel über die Region hinaus strahlen, sodass insgesamt mehr Gäste in die Region kämen und den Tourismusstandort Mecklenburg-Vorpommern weiter voranbringen würden.

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