MEDIENBERICHT

Haftbefehl gegen Frau von Dschungelcamper Günther Krause

Neuer Ärger für Dschungelcamp-Abbrecher Günther Krause (CDU) – oder besser: für seine Frau Heike Krause-Augustin. Das liegt auch an der Villa in Fincken.
Heike Krause-Augustin und ihr Mann Günther Krause bei einem Gerichtsprozess 2007.
Heike Krause-Augustin und ihr Mann Günther Krause bei einem Gerichtsprozess 2007. Archiv
Nach dem Dschungel kommt der Stress für Günther Krause.
Nach dem Dschungel kommt der Stress für Günther Krause. stefan Menne
Die Krause-Villa in Fincken soll nie bezahlt worden sein.
Die Krause-Villa in Fincken soll nie bezahlt worden sein. Bernd Wüstneck/dpa/Thomas Krause
Potsdam.

Harte Rückkehr in die Realität für den ehemaligen Bundesverkehrsminister Günther Krause (CDU): Nur wenige Tage nach seiner vorzeitigen Rückkehr aus dem RTL-Dschungelcamp in Australien gerät seine Ehefrau Heike Krause-Augustin in die Schlagzeilen. Laut eines Berichts des „Spiegel” hat das Amtsgericht Potsdam einen Haftbefehl gegen Krause-Augustin erlassen. Sie soll demnach nun ihre Vermögensverhältnisse offenlegen und erklären, warum sie ihre Rechnungen nicht bezahlt, mithin einen so genannten "Offenbarungseid" leisten.

Der Grund liegt laut "Spiegel" unter anderem in der Mecklenburgischen Seenplatte: Die Entschädigung für die Nutzung einer 500.000-Euro-Villa in Fincken, die das Ehepaar Krause 2018 "besetzt" gehalten hatte, ist immer noch nicht bezahlt. Nach Angaben des Rechtsanwalts der Hausbesitzerin, Arne Trimpop, belaufen sich die Verbindlichkeiten des Ehepaars Krause noch auf über 20.000 Euro. Und noch weitere Rechnungen der Krauses seien offen.

Mehr lesen: Lügen, Pleiten, Hausbesetzung - Die irrsten Geschichten zu Dschungelcamp-Mann Günther Krause.

Krauses Ehefrau hatte im März 2017 den Kaufvertrag für das etwa 300 Quadratmeter großes Bauernhaus samt Sauna und Pool bei Fincken unterschrieben. Die Familie zog ein, den Kaufpreis von 459.000 Euro zahlte sie nicht. Es kam zu einem Zivilprozess. Kurz vor der Zwangsräumung zogen Krauses im April 2018 wieder aus und in die Region Potsdam um.

Haben Krauses betrogen oder nicht?

Die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft hatte ihre Betrugs-Ermittlungen gegen Krause und dessen Frau im Zusammenhang mit einem geplatzten Hauskauf im vergangenen April eingestellt. Ein Sprecher erklärte, es sei kein Schaden entstanden, so dass kein Betrug vorliege. Das Immobilien-Eigentum sei noch nicht rechtssicher an Krauses als Käufer übertragen gewesen, hieß es. Im Zuge des Rechtsstreits hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen und auch das Haus in Fincken durchsucht.

Krause hatte als Verhandlungsführer der DDR den Einheitsvertrag mit ausgehandelt und unterschrieben. Nach dem Rücktritt als Bundesverkehrsminister 1993 wegen mehrerer Affären hatte er sich aus der Politik zurückgezogen und war als Unternehmer tätig. Er musste sich mehrfach vor Gerichten verantworten. Ende März 2018 verurteilte das Amtsgericht Potsdam ihn wegen vorsätzlichen Bankrotts und Insolvenzverschleppung zu 5400 Euro Geldstrafe.

Im Januar nahm er an der RTL-Sendung „Ich bin ein Star, holt mich hier raus” teil, verließ die Show aber aus gesundheitlichen Gründen bereits nach Tag 1.

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Kommentare (1)

...ist glaub ich, juristisch nicht sauber, moralisch schon gar nicht!