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Halber Meter mehr soll‘s sein für die Moltkestraße

Für die Sanierung der v.-Moltke-Straße in Teterow liegt jetzt die Planung auf dem Tisch. Pagenkopf
Für die Sanierung der v.-Moltke-Straße in Teterow liegt jetzt die Planung auf dem Tisch. Pagenkopf
Simone Pagenkopf

Im Gespräch ist die Erneuerung der Bundesstraße in Teterow ja schon lange. Jetzt nimmt das Straßenbauamt Anlauf für das vierte Quartal 2014. Es will aber schon mal hören, was die Bergringstadt zur Planung meint.

„Ein paar Zentimeter müssen wir da noch rauskitzeln.“ Stadtvertreter Jürgen Paries (SPD/UTF-Fraktion) nimmt sich die Planzeichnung für die Erneuerung der v.-Moltke-Straße vor. Danach soll die Fahrbahn 6,50 Meter breit werden. Nach einer Verkehrsmengenzählung, deren Hochrechnung stündlich 309 Fahrzeuge ergibt, hätte wohl auch eine Straßenbreite von sechs Metern gereicht. „Warum soll hier so eine enge Bundesstraße geschaffen werden“, kann Jürgen Paries nicht nachvollziehen. Zumal die v.-Moltke-Straße sowohl am oberen, als auch unteren Ende sieben Meter misst. Auf dieser Breite könne man sie doch durchziehen, damit Platz ist, wenn sich große Fahrzeuge entgegenkommen. Ingolf Schmidt (Die Linke) sieht das nicht anders. „Man muss sich doch nur die Ortsdurchfahrt Ost mit ihren 5,50 Metern angucken. Es ist erschreckend. Da weichen die Traktoren auch einfach auf den Gehweg aus. Der Verkehr nimmt ja zu und die Fahrzeuge werden immer größer.“

Den Hut für die Erneuerung der v.-Moltke-Straße hat das Straßenbauamt auf. Die Stadtwerke und die Stadt Teterow sind mit im Boot, wenn es zum einen um neue Ver- und Entsorgungsleitungen geht, zum anderen dann um den Gehwegbau und die Straßenbeleuchtung. Die Arbeiten sollten schon mal vor einem Jahr ausgeschrieben werden, jetzt ist vom vierten Quartal 2014 die Rede, abhängig von der Finanzierung. Dringend ist vor allem der Tiefbau. Bei starkem Regen beschweren sich Anwohner immer wieder, dass Wasser in ihre Keller läuft (der Nordkurier berichtete).

Das Straßenbauamt will jetzt erst einmal erkunden, ob die Stadt mit der vorliegenden Planung mitgehen kann. Die sieht unter anderem auch einen kombinierten Rad- und Gehweg vor, und zwar stadtauswärts auf der linken Seite. 2,50 Meter soll dieser breit werden und ist für die Radfahrer in beide Richtungen benutzungspflichtig.

Die Kosten dafür würden sich Straßenbauamt und Stadt fifty fifty teilen. Ansonsten kommen rund 145000 Euro auf die Stadt, 300000 Euro auf das Straßenbauamt und etwa noch mal so viel auf die Stadtwerke zu. So die Kalkulation. Wenn gebaut wird, dann mit einer halbseitigen Sperrung der Straße. Auch das ist besprochen.