AM CAMPINGPLATZ KAMERUN

Handgranate an der Müritz gesprengt

Der niedrige Wasserstand der Müritz fördert nicht nur Müll zu Tage, sondern auch gefährliche Gegenstände. Dafür musste nun der Munitionsbergungsdienst anrücken.
Nadine Schuldt Nadine Schuldt
Die Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg erzeugte bei der Sprengung eine enorme Staubwolke.
Die Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg erzeugte bei der Sprengung eine enorme Staubwolke. privat
Die Handgranate ist ein russisches Modell.
Die Handgranate ist ein russisches Modell. Nadine Schuldt
Die Wasserschutzpolizei hatte den Munitionsbergungsdenst mit ihrem Streifenboot „Seeadler” zum Granaten-Fundort gebracht.
Die Wasserschutzpolizei hatte den Munitionsbergungsdenst mit ihrem Streifenboot „Seeadler” zum Granaten-Fundort gebracht. Nadine Schuldt
Frank Materne und Olaf Lindow vom Munitionsbergungsdienst haben die Sprengung kontrolliert durchgeführt.
Frank Materne und Olaf Lindow vom Munitionsbergungsdienst haben die Sprengung kontrolliert durchgeführt. Nadine Schuldt
Waren.

Um 12.22 Uhr war in Waren und besonders nahe des Campingplatzes Kamerun ein lauter Knall zu hören. Zwischen dem Uferbereich des Campingplatzes und der Einfahrt zum Eldenburger Kanal wurde eine Handgranate gesprengt.

Die Granate war am Wochenende im Uferbereich nahe des Campingplatzes Kamerun in Waren gefunden worden. Damit am Dienstagmittag alles kontrolliert ablaufen konnte, wurde der Munitionsbergungsdienst MV am Standort Mirow informiert.

Uferbereich der Müritz durch Niedrigwasser zugänglich

„Wir sind erst am Dienstag zum Fundort gefahren, weil es sich um einen Wasserfund handelt und keine Gefahr für Menschen sowie Umwelt und Natur bestand”, erklärte Olaf Lindow, fachtechnisches Aufsichtspersonal beim Munitionsbergungsdienst. Zudem sei es landseitig sehr schwierig, auf das Gelände zu gelangen, da es sich um ein sumpfiges, sehr unwegsames Gebiet handele.

Doch durch den sehr niedrigen Wasserstand der Müritz scheint der Uferbereich etwas zugänglicher geworden. „Ein Bürger, der auf dem Zeltplatz lebt, hatte diesen Bereich am Sonntag sauber gemacht und ist dabei auf die Handgranate gestoßen”, erzählt Lindow. Nachdem er die Wasserschutzpolizei informiert hatte, wurde auch der Munitionsbergungsdienst über den Fund benachrichtigt.

Bei dem Kampfmittel handele es sich dem Munitionsbergungsdienst zufolge um ein russisches Modell, die sogenannte handgranate RG 42. Er vermutet, dass sie einst von einer Person weggeworfen wurde. „Oder sie wurde liegen gelassen und der Bügel ist im Laufe weggefault, wodurch sie nicht mehr transportsicher war”, erklärte der Fachman.

 

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