Warener Finanzplan für 2022

Haushaltsdebatte an der Müritz startet mit dickem Minus

Nach längerer Corona-Pause sind es die Mitglieder des Warener Finanzausschusses, die im Heilbad zuerst loslegen. Für das dicke Zahlenwerk des Haushaltes 2022 braucht es aber mehrere Sitzungen. Bei der ersten gab es einen Gast, der bald Verantwortung übernehmen muss.
Blick vom Hafen in die Altstadt von Waren: Die Stadt an der Müritz hat 2022 etliches vor und das kostet. Doch auch die Pe
Blick vom Hafen in die Altstadt von Waren: Die Stadt an der Müritz hat 2022 etliches vor und das kostet. Doch auch die Personalkosten sind gestiegen und belasten den Haushalt. Miriam Brümmer
Noch durfte Matthias Mahnke sich die Haushaltsdebatte als Gast anschauen. Bald beginnt er aber seinen Posten als Amtsleiter f&
Noch durfte Matthias Mahnke sich die Haushaltsdebatte als Gast anschauen. Bald beginnt er aber seinen Posten als Amtsleiter für Finanzen und muss dann Rede und Antwort stehen. Ingmar Nehls
Hauptamtsleiter Florian Tornow erklärte den Mitgliedern des Ausschusses die Ausgaben in seinem Bereich.
Hauptamtsleiter Florian Tornow erklärte den Mitgliedern des Ausschusses die Ausgaben in seinem Bereich. Ingmar Nehls
Waren

Der Startschuss für die Haushaltsverhandlungen in Waren ist jetzt gefallen. Die ersten Zahlen der Verwaltung wurden den Mitgliedern des Finanz- und Grundstücksausschusses am Mittwochabend ohne große Debatte vorgestellt. Jedoch war schon zu erkennen, dass trotz Corona-Krise und großer Investitionen wie den Schulneubau und den geplanten Umbau der Steinmole kein echter Sparkurs eingeschlagen wird. Im Gegenteil: Statt den Gürtel enger zu stellen, steigen die Kosten in vielen Bereichen deutlich. Im Ergebnis führt das dazu, dass trotz Verkauf einiger Filetgrundstücke eine Million Euro mehr ausgegeben als eingenommen wird. Darum muss die Stadt den fehlenden Betrag aus der Kapitalrücklage entnehmen.

Deutliche Steigerung bei Personalkosten

Konkret stehen den geplanten Erträgen von 40 Millionen Euro geplante Ausgaben von 41 Millionen Euro gegenüber. Warum das so ist und wofür in den einzelnen Ämtern Geld ausgegeben wird und mit welchen Einnahmen die Amtsleiter rechnen, stellten sie den Mitgliedern detailliert vor. Eine deutliche Kostensteigerung gibt es bei den Personalkosten der Verwaltung. Für 2022 sind für die195 Stellen 910 000 Euro mehr eingeplant. Zwei Gründe dafür saßen als Gäste im Ausschuss. Denn seit Anfang des Jahres hat Waren wieder einen Stadtjuristen. Die Stelle war zuvor mehrere Monate lang nicht besetzt.

Neue Stellen und Tariferhöhung

Als stiller Beobachter war auch der neue Leiter des Amtes für Finanzen, Matthias Mahnke, anwesend. Wenn er anfängt, ist die amtierende Leiterin noch im Dienst. Auch beim neuen und alten Amtsleiter für Ordnung und Bürgerdienste gibt es eine Überschneidungszeit, die für die Einarbeitung hilfreich ist, aber auch Kosten treibt. Die Tariferhöhung um 1,8 Prozent ab April macht sich zudem mit 180 000 Euro bemerkbar. 153 000 Euro kosten neue Stellen, die geschaffen werden sollen. Dazu zählt eine Leiterin der Stadtbibliothek, ein Mitarbeiter, der sich um die EDV an den Schulen kümmert, und auch für einen Gerätewart der Freiwilligen Feuerwehr sollen Stunden geschaffen werden. 562 000 Euro kommen aber allein dadurch oben drauf, dass einige Mitarbeiter aufgrund von Dienstjahren in der Besoldungsstufe höher springen.

Investitionen für 16 Millionen Euro

Ob die Stadtpolitiker den Vorschlägen der Verwaltung folgen, wird sich in den nächsten Sitzungen abzeichnen. Da werden dann auch Änderungsanträge der Fraktionen erwartet. Allerdings ist der Spielraum relativ eng, durch die beschlossenen Großinvestitionen. Hier verpflichtet sich die Stadt, etwa 16,3 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2022 für die Projekte einzuplanen.

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