Baustelle Ferienresort

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Hecken und Müllplatz am Maremüritz weggeplant

Die Appartmenthäuser wachsen. Im Oktober könnten vielleicht schon die ersten Feriengäste kommen.
Die Appartmenthäuser wachsen. Im Oktober könnten vielleicht schon die ersten Feriengäste kommen.
Andreas Segeth

Das 40-Millionen-Projekt soll sich zur Stadt hin offener zeigen. Mit diesem Wunsch haben sich Warens Stadtvertreter jetzt durchgesetzt.

Es geht voran mit der Ferienanlage Maremüritz in Waren. Die Appartmenthäuser wachsen, rund 75 Prozent der Ferienwohnungen sind schon verkauft, im Oktober könnten die ersten Urlauber kommen. Doch mit dem Zentralgebäude und der Planung der Freiflächen hat man sich noch Zeit gelassen. Aus gutem Grund: Denn bis zuletzt hatten die Warener Stadtvertreter noch Anlass, Kritik an den Planungen zu üben.

So stießen sich die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses noch vor wenigen Wochen unter anderem heftig an einem Blockheizkraftwerk und einer Müllstation, die direkt am Verbindungsweg zwischen der Straße „Am Seeufer“ und der künftigen Marina entstehen sollten. Zudem waren Hecken zwischen der Straße und dem Ferienobjekt vorgesehen, die ebenfalls die Sicht versperren könnten, so die Sorge.

Restaurant und Wellnessbereich sind öffentlich

Die Investoren des 40-Millionen-Euro-Projektes und Architekt Peter Weber haben die Hinweise der Stadtvertreter aufgenommen und die Pläne geändert – sehr zum Gefallen des Stadtentwicklungsausschusses, der am Dienstagabend wieder zum gleichen Thema tagte. Architekt Peter Weber erklärte, dass das Blockheizkraftwerk nun unter dem 900 Quadratmeter großen Zentralgebäude entstehen wird. Extra dafür wird ein vier Meter tiefer Keller gebaut. Auch die Müllentsorgung ist jetzt ins Haus integriert.

Auf Nachfrage stellte Peter Weber klar, dass das dort vorgesehene Restaurant natürlich öffentlich zugänglich sein werde – allein schon aus wirtschaftlichen Gründen. Das gleiche gelte für den Sauna- und Wellnessbereich mit einem 8 mal 15 Meter großen Pool, der das ganze Jahre über zu nutzen sein wird.

Einige Fragen sind noch offen

Die parkähnliche Anlage wird mit einheimischen Gehölzen ausgestattet sein. So wird beispielsweise eine hochstämmige Erlenallee entlang der Uferpromenade gepflanzt, deren Kronenansatz in zehn Metern Höhe liegt, hatte Martin Ebeling vom Warener Ingenieurbüro Minke in einer vorangegangenen Ausschusssitzung erläutert. So bleibe trotz der Allee der Blick auf die Müritz erhalten. Neben dem geplanten Yachthafen mit 50 Liegeplätzen wird auch ein öffentlicher Badestrand entstehen.

Der Stadtentwicklungsausschuss zeigte sich zwar mit den Änderungen der Freiflächenplanung zufrieden, gab der Stadtverwaltung aber trotzdem noch den Auftrag, einige offene Detailfragen gemeinsam mit dem Investor zu regeln – unter anderem zu den Parkplätzen, zur Marina, zur Terminkette und zur Zukunft der Villa.