BAHNBRÜCKEN

Donnerstagnacht Vollsperrung auf B192 in Waren

In der Nacht zum Freitag wird die B192 in Waren zeitweise gesperrt. Über acht Stunden hinweg wollen Wissenschaftler Messungen an den beiden Bahnbrücken vornehmen.
Petra Konermann Petra Konermann
Wissenschaftler der Hochschule Wismar wollen in der Nacht zum Freitag Messungen an beiden Warener Bahnbrücke vornehmen. Autofahrer müssen mit zeitweisen Vollsperrungen rechnen.
Wissenschaftler der Hochschule Wismar wollen in der Nacht zum Freitag Messungen an beiden Warener Bahnbrücke vornehmen. Autofahrer müssen mit zeitweisen Vollsperrungen rechnen. Malte Schindel
Waren.

Die beiden Brücken, die entlang der B192 in Waren die Bahnstrecke zwischen Berlin und Rostock überspannen, werden von Fachleuten noch genauer in die Lupe genommen – und zwar in der Nacht zum Freitag. Dabei wird es zeitweise auch zu Vollsperrungen der B192 kommen.

Beide Brücken, die in den 1970er-Jahren gebaut wurden – und für den Laien wie eine einzige Brücke aussehen, befinden sich nach Informationen des Straßenbauamtes Neustrelitz aktuell in einem schlechten Zustand und sollen mittelfristig durch Neubauten ersetzt werden. Wann genau, das ist bislang noch unklar.

Im Oktober wurden Sensoren installiert

Das Amt rechnet mit einem Neubau in fünf bis sieben Jahren. Die Planungen dafür haben im Straßenbauamt Neustrelitz bereits begonnen. „Bis es einen Neubau gibt, werden die Brücken überwacht und permanent untersucht, ob sich an ihrem Zustand möglicherweise etwas ändert“, erklärte Roland Strokosch vom Straßenbauamt Neustrelitz auf Nachfrage.

Bereits im Oktober wurden verschiedene Mess-Sensoren installiert, um eine Dauerüberwachung der Bauwerke zu gewährleisten. Es soll herausgefunden werden, so das Straßenbauamt, wie belastbar beide Brücken (noch) sind.

Es geht immer nur um eine Fahrtrichtung

Bei ihrer Errichtung wurde Spannstahl in den Brücken verbaut, der teilweise von Korrosion, also von Rost, befallen ist. „Wären die Brücken nicht mehr tragfähig, würde kein Verkehr mehr darüber rollen können. Sie sind aber eingeschränkt nutzbar, nach wie vor“, betonte Strokosch. So dürfen beispielsweise Laster seit einiger Zeit bereits nur eine Spur der zweispurigen Brückentrasse benutzen. Schwerlasttransporten ist die Überquerung der Brücken generell verboten.

Beide Bauwerke sind mehr als 40 Jahre alt. „Seit der Einweihung damals hat sich der Autoverkehr auf der B 192 enorm erhöht und die Brücken beeinträchtigt“, so Strokosch. Laut aktuellem Entwurf des Warener Lärmaktionsplans rollen täglich rund 23 000 Kraftfahrzeuge über den Schweriner Damm und damit auch über die beiden Bahnbrücken.

Geeichter Lkw auf der Brücke

In der Nacht von Donnerstag zu Freitag sollen nun unter der Regie der Hochschule Wismar neue Untersuchungen an beiden Brücken durchgeführt werden. Dafür ist es notwendig, dass jeweils zwei Fahrspuren der Brücken gesperrt werden. „Ein Laster, von dem wir das genaue Gewicht kennen, wird auf den gesperrten Bereich gerollt und anschließend werden an der Brücke Ergänzungsmessungen zusätzlich zu den permanenten Sensoren-Messungen vorgenommen. Um genaue Werte zu bekommen, wird die Messung mit einem einzigen Laster vorgenommen, und es dürfen sich zum Messzeitpunkt keine anderen Fahrzeuge auf der Brücke befinden“, erklärte Strokosch die Vorgehensweise.

Geplant sind am Donnerstag ab 21 Uhr bis Freitagmorgen 5 Uhr mehrere einzelne Vollsperrungen in beide Fahrtrichtungen. „Die Sperrungen können jeweils bis zu eine halbe Stunde lang sein, aber möglicherweise auch kürzer ausfallen“, so Strokosch. Und: Es werden nicht beide Fahrtrichtungen gleichzeitig gesperrt.

 

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