BILDER-GALERIE

Hexen, Gaukler und Spektakel beim Burgfest in Penzlin

Penzlin stand drei Tage im Zeichen von mittelalterlichen Sitten und sogar Hexenverbrennungen. Mehr als 4000 Besucher bekamen noch nie Dagewesenes zu sehen.
Andreas und Jenny Fink schwärmen für das Penzliner Burgfest. Hier wird Mittelalter tiefgründig gelebt.
Andreas und Jenny Fink schwärmen für das Penzliner Burgfest. Hier wird Mittelalter tiefgründig gelebt. Susann Salzmann
Buntes Treiben bis tief in die Nacht.
Buntes Treiben bis tief in die Nacht. Stephan Radtke
Die vermeintliche Hexe alias Antje Rohde gestand nach tagelanger Folter, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Das brachte sie auf
Die vermeintliche Hexe alias Antje Rohde gestand nach tagelanger Folter, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Das brachte sie auf den Scheiterhaufen. Susann Salzmann
Laien-Schauspiel gehört zum Traditionsprogramm beim Burgfest. Die Hexenverbrennung aber war ein Novum.
Laien-Schauspiel gehört zum Traditionsprogramm beim Burgfest. Die Hexenverbrennung aber war ein Novum. Susann Salzmann
Handwerker boten ihre Waren feil und demonstrierten ihr Können.
Handwerker boten ihre Waren feil und demonstrierten ihr Können. Susann Salzmann
Stuhlakrobatik zeigte dieser junge Artist vor einem staunenden Publikum.
Stuhlakrobatik zeigte dieser junge Artist vor einem staunenden Publikum. Susann Salzmann
Die Rittertafel verfolgte mitsamt des Burggrafen (links) den Gerichtsprozess.
Die Rittertafel verfolgte mitsamt des Burggrafen (links) den Gerichtsprozess. Susann Salzmann
Auch viele Besucher kamen kostümiert.
Auch viele Besucher kamen kostümiert. Susann Salzmann
Das Musikprogramm reichte von mittelalterlich bis modern.
Das Musikprogramm reichte von mittelalterlich bis modern. Stephan Radtke
Besucher lobten die Detailverliebtheit des Burgfest-Teams.
Besucher lobten die Detailverliebtheit des Burgfest-Teams. Susann Salzmann
Das Musikprogramm reichte von mittelalterlich bis modern.
Das Musikprogramm reichte von mittelalterlich bis modern. Stephan Radtke
Schon am zweiten des dreitägigen Burgfestes wurde der Besucherwert vom Vorjahr mit über 4000 geknackt.
Schon am zweiten des dreitägigen Burgfestes wurde der Besucherwert vom Vorjahr mit über 4000 geknackt. Stephan Radtke
Für Kinder und Jugendliche wurden zahlreiche Spiele angeboten.
Für Kinder und Jugendliche wurden zahlreiche Spiele angeboten. Susann Salzmann
Der Tortenwettbewerb war ein Novum im Back-Programm.
Der Tortenwettbewerb war ein Novum im Back-Programm. Susann Salzmann
So süß waren die Hexenprozesse auf der Penzliner Burg früher nicht.
So süß waren die Hexenprozesse auf der Penzliner Burg früher nicht. Susann Salzmann
Penzlin.

Der Scheiterhaufen war bereits im Hof der Alten Burg aufgebaut. Das Volk – oder neudeutsch, die unzähligen Besucher des 28. Penzliner Burgfestes – war versammelt, als ein Stöhnen durch die Massen drang. Eine Frau hing augenscheinlich kraftlos in den Armen zweier kräftiger Männer, die sie durch die Menschenmassen zur Bühne – pardon, Anklagebank – zogen. Das Vergehen: Hexerei! Wertloses Metall soll die rothaarige Frau in Gold verwandelt haben.

Echte Hilfeschreie und dichter Rauch

Wie die vermeintlichen Hexen früher eingeschüchtert und zum Teil zu Geständnissen „gezwungen” worden, vermittelte das inszenierte Laienschauspiel eindrucksvoll. Ein Moment, der zum Schluss nicht gespielt war, waren die Hilfeschreie nach dem rettenden Ritter. Denn die Penzliner Schauspieler und „Regisseur” Gerhard Kresin, der die Dialoge zum Stück schrieb, wollten die vermeintliche Hexenverbrennung so eindrucksvoll wie möglich hinterlegen. Doch statt nur den Scheiterhaufen in leichten Rauch zu hüllen, stieg eine schwarze Rauchsäule auf und bedeckte zum Teil auch das Publikum.

Von der Hexenverbrennung bis zum Torten-Wahnsinn

Trotz dieser Panne: Die Penzliner trumpften zum Burgfest ganz groß auf. Einen positiven Eindruck im Gedächtnis hinterlässt das Fest mit allerhand Kurzweil bei Andreas und Jenny Finck aus dem Oderbruch. Im selbstgenähten Leinenkleid und dem Samtanzug fanden sie zahlreiche „Verbündete” in mittelalterlicher Gewandung. „Die Leute leben das hier”, schwärmten sie von der Detailverliebtheit mit zeitlich passendem Handwerk wie Schmied und Spinnerin. „Vielleicht ist es möglich, in den nächsten Jahren noch mehr mittelalterliches Handwerk vor Ort zu zeigen”, schlug Jenny Fink vor.

Überall auf dem Gelände aber wimmelte es an Besuchern – an jedem der drei Tage. Schon am Samstag knackte das Burgfest die Erwartungen der Stadt als Veranstalter. Über 4000 Besucher. Der Sonntag endete genauso besucherstark. Dafür sorgte unter anderem der erst- ins Leben gerufene Tortenwettbewerb. Dreizehn Backfeen gaben ab – und die Penzlinerin Marie Engfer gewann.

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