:

Hochwertiges Falschgeld im Umlauf

Im Frühjahr waren es falsche Fünfziger, jetzt sind es gefälschte Zwanziger – in der Müritzregion ist Falschgeld im Umlauf. Doch wo ist der Unterschied zwischen falschen und echten Scheinen? Das Landeskriminalamt verrät einen ganz einfachen Trick.

Gefälschte Euro-Banknoten sind in den vergangenen Tagen vermehrt in Waren aufgetaucht.
Boris Roessler Gefälschte Euro-Banknoten sind in den vergangenen Tagen vermehrt in Waren aufgetaucht.

Es ist einfach nur ärgerlich – ob in der Raiffeisenbank an der Kietzstraße, in der Sparkassen-Filiale in der Friedensstraße oder im Restaurant in der Warener Innenstadt, überall sind in den vergangenen Tagen falsche Zwanziger aufgetaucht. Obwohl der Anteil der Fälschungen gemessen an der Anzahl der echten Euro-Banknoten nach Auskunft aus dem Landeskriminalamt „weiterhin absolut gering ist“, seien allein in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2015 mit 1164 „Blüten“ fast doppelt so viele gefälschte Geldscheine registriert worden als im Jahr zuvor, berichten die Experten aus Rampe. Unabhängig von der kriminellen Energie, die hinter den Taten steht, sind die potenziellen Opfer quasi rechtlos. Denn: „Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz“, heißt es aus dem Landeskriminalamt unmissverständlich.

Fühlen-Sehen-Kippen

Deshalb der Tipp an alle Müritzer: „Insbesondere Banknoten sollten aufmerksam geprüft werden.“ Doch wie geht das? Das Landeskriminalamt hat eine Zauberformel parat: „Fühlen-Sehen-Kippen.“ Was sich dahinter verbirgt, konkretisiert Pressesprecherin Synke Kern: „Auf der Vorderseite der Banknoten sind zum Beispiel erhabene Teile des Druckbildes (Schriftzug ,BCE ECB EZB EKT EKP‘) am oberen Rand zu fühlen. Das Wasserzeichen lässt sich im unbedruckten Bereich in Durchsicht erkennen – also sehen. Die Hologramm-Elemente verändern sich beim Kippen der Banknote. Auf der Rückseite kann der Perlglanzstreifen (Stückelungen bis 20 Euro) oder der Farbwechsel der rechten Wertzahl (Stückelungen ab 50 Euro) beim Kippen der Noten geprüft werden.“

Dagegen ist man im Landeskriminalamt eher skeptisch, was die Kontrolle mit Lupen, Prüfstiften oder UV-Lampen angeht. Dadurch lasse sich nicht immer ein eindeutiges Prüfergebnis erzielen. Relativ eindeutig sei aber die Herkunft der aktuellen Fälschungen. Nach Recherchen des Landeskriminalamtes würden die in Mecklenburg-Vorpommern herausgefischten falschen Geldnoten von hochwertiger Qualität sein und zum Großteil aus Süd- und Osteuropa stammen.