SIEBEN FEUERWEHREN IM EINSATZ

Hoher Schaden bei Wohnhausbrand

Einsatzkräfte von sieben Wehren kämpften in Schwinkendorf gegen die Flammen. Doch den Schaden schätzt die Polizei auf mindestens 500 000 Euro.
Erst brannte in Schwinkendorf nur eine Strohmiete, doch das Feuer breitete sich unerbittlich aus.
Erst brannte in Schwinkendorf nur eine Strohmiete, doch das Feuer breitete sich unerbittlich aus. Stephan Radtke
Die Feuerwehrleute versuchten, ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Vergeblich.
Die Feuerwehrleute versuchten, ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Vergeblich. Stefan Radtke
Kameraden von sieben Freiwilligen Feuerwehren waren im Einsatz.
Kameraden von sieben Freiwilligen Feuerwehren waren im Einsatz. Stephan Radtke
Wegen der starken Rauchentwicklung waren Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten gefragt.
Wegen der starken Rauchentwicklung waren Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten gefragt. Stephan Radtke
Das Feuer zerstörte unter anderem das Dach des Mehrfamilienhauses.
Das Feuer zerstörte unter anderem das Dach des Mehrfamilienhauses. Stephan Radtke
Schwinkendorf.

Es waren dramatische Szenen, die sich am Dienstagvormittag in Schwinkendorf abspielten. In dem idyllischen Ortsteil der Gemeinde Moltzow bemerkten Anwohner gegen 11 Uhr eine brennende Strohmiete, die unmittelbar an ein kombiniertes Wohn- und Stallgebäude grenzte. Trotz aller Bemühungen griff das Feuer auf das Gebäude über. Laut Polizei wurden der Dachstuhl des Mehrfamilienhauses sowie eine der neun Wohnungen durch das Feuer beschädigt. Der entstandene Schaden wird auf mindestens 500 000 Euro geschätzt.

Zwei Helfer leicht verletzt

Die Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Durch das Einatmen von Rauchgas wurden jedoch eine 41-jährige Helferin sowie ein 61-jähriger Feuerwehrmann leicht verletzt, konnten aber nach ambulanter Behandlung im Müritzklinikum wieder entlassen werden, so die Polizei.

Die Brandursache ist bisher unklar, ein Brandursachenermittler wird eingesetzt. Im Einsatz waren laut Polizei sieben Freiwillige Feuerwehren der Umgebung mit insgesamt 48 Kameraden.

Pferde außer Gefahr gebracht

Zunächst schien der Brand „überschaubar“. Während die Feuerwehr alarmiert wurde, versuchten Anlieger mit Gartenschläuchen und Wassereimern gegen die Flammen vorzugehen. Voller Sorge um ihre Pferde, trieb die Besitzerin die Tiere auf eine nahe Weide. Lediglich einige Hühner und Gänse flatterten noch aufgeregt auf dem Gelände umher. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Schwinkendorf, Moltzow und Lansen rückten als erste an. Doch die Flammen hatten sich bereits im Stall und im Gebälk ausgebreitet. Die Rauchentwicklung nahm binnen Minuten zu und weitere Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten mussten angefordert werden. Aus Gielow und Malchin kam Verstärkung.

Flammen zerstören Dach

„Das erinnert stark an den Stallbrand, der 2012 hier gegenüber wütete“, blickte eine Anwohnerin besorgt auf das Feuer. Der „Rote Hahn“ breitete sich von außen fast unbemerkt in dem verwinkelten Gebäude aus. Was die Einsatzkräfte mit aller Macht verhindert wollten, trat nach etwas mehr als einer Stunde schließlich doch ein. Die Flammen erreichten das Dachgeschoss und zündeten durch. Mit der Malchiner Drehleiter und mehreren Strahlrohren stemmten sich die Kameraden gegen das Feuer. Die Bewohner standen hilflos und mit Tränen im Gesicht daneben. „Einige unserer Pferde sind trächtig, wir erwarten jederzeit den Nachwuchs und dann so was.“

Traktor bringt Löschwasser

Indes forderte die Einsatzleitung weitere Kräfte an. Mit zwei Tanklöschfahrzeugen und der Drehleiter rückte die Freiwillige Feuerwehr Waren an. Ein weiteres Löschfahrzeug wurde aus Plasten angefordert. Die Einsatzleitung wurde über die Führungsgruppe des Amtes Seenlandschaft mit Unterstützung des Kreisbrandmeisters Norbert Rieger aufgebaut. Brandabschnitte und Wasserentnahmestellen mussten koordiniert und Kameraden in den Einsatz geschickt werden. Auch die Einwohner von Schwinkendorf wollten ihren Beitrag leisten. Ein Traktor brachte mit einem Anhänger Löschwasser. Und für Trinkwasser, das den Durst der Einsatzkräfte stillen sollte, wurde auch gesorgt.

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