Mama Anja Panschenko und Sohnemann Hugo freuen sich über die große Hilfsbereitschaft, die sie erfahren haben.
Mama Anja Panschenko und Sohnemann Hugo freuen sich über die große Hilfsbereitschaft, die sie erfahren haben. privat
Spenden-Aufruf

Hugo (3) und seine Familie hoffen auf Therapie

Damit ein kleiner Junge sich trotz seiner Bewegungsstörung besser entwickeln kann, haben seine Eltern nun eine Spenden-Aktion für eine Therapie gestartet.
Waren

Einen „Kämpfer” nennen seine Eltern den kleinen Hugo, „unseren Kämpfer”. Hugo Panschenko ist drei Jahre alt, ein Blondschopf mit einem fröhlichen Lachen, er lebt mit den Eltern, seiner gleichaltrigen Schwester Frieda und dem jüngeren Brüderchen Egon in Sophienhof. Und er lebt mit Zerebralparese, einer Störung des Nerven- und Muskelsystems.

Damit er sich dennoch so gut wie möglich entwickeln kann, möchten seine Eltern ihrem Hugo nun eine besondere Therapie ermöglichen. Es geht dabei um ein spezielles Therapiegerät, das viel Geld kostet. Aus diesem Grund haben die Eltern jetzt via Facebook eine Spendenaktion gestartet. „Hugo hat sich so weit schon durchs Leben gekämpft”, schreiben sie in dem Aufruf, „er hat es sich mit seinem großen Kämpferherz einfach verdient!”

Gerührt von viel Hilfsbereitschaft

Sie hätten es sich mit dem Spendenaufruf nicht leicht gemacht, erzählt Hugos Mama Anja Panschenko dem Nordkurier. Sie und Hugos Vater Christian Hopp arbeiten beide und verdienen Geld, und da hätten sie erst noch etwas gezögert. Doch als die geplante Hochzeit im August wegen der Therapiekosten verschoben werden sollte, erhoben Freunde des Paars Einspruch: „Ihr verschiebt die Hochzeit nicht, das habt ihr euch jetzt verdient!”

Sie sei froh, darauf gehört zu haben, sagt Anja Panschenko. „Es ist unglaublich, wie viele schon gespendet und uns geschrieben haben. Wir sind so gerührt von der ganzen Hilfsbereitschaft der Menschen!” Damit sie das Gerät so schnell wie möglich bestellen können, sei sogar der Bürgermeister der Gemeinde, Enrico Malow, für das Paar in Vorkasse gegangen, damit Hugo schon bald an dem neuen Gerät seine Motorik trainieren kann. „Unglaublich” finden das alles die Eltern, die durch die Spendenaktion schon nach kurzer Zeit einen kleinen Teil der Therapie-Kosten bekommen haben.

Spezielles Therapiegerät für Zerebralparese

Wie ihr Sohn Hugo haben auch Anja und Christian keine einfache Zeit hinter sich. Ihre Drillinge kamen 2019 zwölf Wochen zu früh auf die Welt, nach wenigen Tagen starb Hugos Schwester Marie. Seine zweite Schwester Frieda und Hugo erlitten schwere Hirnblutungen, sie mussten mit ihren trauernden Eltern noch fast drei Monate im Krankenhaus bleiben. Selbst zu Hause in Sophienhof waren die Babys beide lange noch an einem Monitor angeschlossen. Für die Familie begann eine Zeit mit vielen Therapien, Arztgesprächen, eigenen Recherchen.

Dabei stießen die Eltern auch auf die Giger-MD-Therapie. Mit Hugo fuhren sie in die Schweiz und probierten das Therapiegerät aus. Es soll dabei helfen, Hugos Gehirn auf neue Bewegungsmuster zu trainieren und neue neuronale Verbindungen zu schaffen. Die Krankenkasse hatte den Antrag auf die Übernahme der Therapiekosten von rund 20.000 Euro allerdings abgelehnt.

Jetzt hofft die Familie auf die Hilfe ihrer Mitmenschen, man sei für jede noch so kleine Spende dankbar. Neben der finanziellen Hilfe habe ihr die Aktion aber schon jetzt auch anderweitig Gutes getan, sagt Anja Panschenko. Denn gerade in diesen Zeiten, wo es ja oft nur um das eine Thema Corona geht und um Streit, sei es sehr wohltuend, die Herzlichkeit von anderen Menschen zu spüren und zu merken, dass man in einer schweren Situation nicht allein sei.

Spendenkonto

Hugo Panschenko
IBAN: DE54 1505 0100 1615 1852 98
BIC:NOLADE21WRN

Heimweh - der Newsletter für Weggezogene

Der wöchentliche Überblick für alle, die den Nordosten im Herzen tragen. Im kostenfreien Newsletter erzählen wir jeden Montag die Geschichten von Weggezogenen, Hiergebliebenen und Zurückgekehrten und zeigen, wie die Region sich weiterentwickelt.

Jetzt schnell und kostenfrei anmelden!

zur Homepage