Das zerstörte Haus in Möllenhagen steht recht zentral neben dem Gebäude der Feuerwehr und unweit des Edeka Marktes
Das zerstörte Haus in Möllenhagen steht recht zentral neben dem Gebäude der Feuerwehr und unweit des Edeka Marktes Ingmar Nehls
Haus abgebrannt

Identität des Opfers vom Hausbrand in Möllenhagen ist geklärt

Was schnell vermutet wurde, ist nun auch offiziell traurige Gewissheit. Bei dem Brand in Möllenhagen ist die Hausbewohnerin gestorben. Die Gemeinde will die Familie unterstützen.
Möllenhagen

Die Tragödie wirkt nach und ist für jeden Möllenhagener unübersehbar. Denn der verkohlte Dachstuhl des Hauses, das Anfang August den Flammen zum Opfer fiel, ragt gleich neben der Feuerwehr in den Himmel. Ob das Wohnhaus noch zu retten ist, weiß Bürgermeister Thomas Diener (CDU) nicht. Die Überlebenden der Katastrophe, eine 58-Jährige und und ihr gleichaltriger Mann, haben zumindest eine Wohnung von der Gemeinde bekommen.

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Am Freitag hat die Polizeiinspektion in Neubrandenburg auch auf Nachfrage des Nordkurier die Identität des Todesopfers klären können. Feuerwehrleute hatten Leichenteile im Carport entdeckt. Wie vermutet handelt es sich um die 89-jährige Mutter. „Die Ermittlungen zur Ursache des Brands und auch zur Todesursache laufen aber noch”, sagte Susann Ossenschmidt.

Feuerwehr verhinderte Schlimmeres

Nach ersten Untersuchungen eines Brandgutachters, den die Staatsanwaltschaft eingesetzt hatte, soll das Feuer in dem Carport ausgebrochen sein, in dem auch die verbrannte Leiche entdeckt wurde. Ob es sich um einen technischen Defekt oder eine andere Brandursache handelte, ließ die Polizei offen. Der Sachschaden wurde auf mindestens 250.000 Euro geschätzt.

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Wahrscheinlich habe ein Feuerwehrmann sogar noch Schlimmeres verhindert und die Hausbewohner geweckt, da er das Feuer nahezu zeitgleich mit der Alarmierung gesehen habe, wie Thomas Diener sagt. Der Bürgermeister habe sich auch im Rahmen der Gemeindevertretersitzung bei den Kameraden aus Möllenhagen bedankt und will auch alle anderen beteiligten Wehren aus der Umgebung seinen Dank aussprechen. Man werde das Brandgeschehen noch auswerten. „Es hat sich bei dem Einsatz gezeigt, wie schwer es ist, Sonntagnacht einen Seelsorger aufzutreiben”, sagte Diener.

Spendenkonto noch offen

Der Schock nach dem Brand sitzt nach wie vor tief in der Gemeinde und das Mitgefühl ist groß. Knapp 30 Leute haben sich an der Spendenaktion beteiligt und gemeinsam 2221 Euro gespendet. Die Summe wurde von der Gemeindevertretung als Spende angenommen und soll jetzt ausgezahlt werden. „Das hat auch einen symbolischen Wert. Wir werden das Konto auch weiter offen lassen, wenn noch andere Mitbürger helfen wollen”, sagte Thomas Diener.

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Spenden können weiterhin überwiesen werden über das Amt Penzliner Land auf folgendes Konto:
Müritz-Sparkasse Waren
IBAN: DE90 1505 0100 0300 0214 02
BIC: NOLADE21WRN
Verwendung: Spende Brand Möllenhagendanksagung

 

 

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