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Müritzregion trauert um Carmen Pralow

Carmen Pralow hat sich mehr als 25 Jahre dafür eingesetzt, dass der Tourismus in der Müritzregion vorankommt. Nun muss es ohne sie weiter gehen.
Petra Konermann Petra Konermann
Carmen Pralow hat sich über Jahrzehnte hinweg für die Entwicklung des Tourismus in der Seenplatte eingesetzt. Jetzt ist sie plötzlich und unerwartet gestorben. 
Carmen Pralow hat sich über Jahrzehnte hinweg für die Entwicklung des Tourismus in der Seenplatte eingesetzt. Jetzt ist sie plötzlich und unerwartet gestorben.  Petra Konermann
Malchow.

Es gibt wohl kaum einen Namen, der so eng mit dem Tourismus in der Müritzregion verbunden ist wie der von Carmen Pralow. Die Malchowerin war nicht nur Gründungsmitglied des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte und über Jahrzehnte hinweg Mitglied im Vorstand, sondern auch Gründungsmitglied und Vorsitzende des Malchower Fleesenseetouristik-Vereins. In der vergangenen Woche ist Carmen Pralow plötzlich und unerwartet im Alter von nur 59 Jahren gestorben.

"Sehr, sehr großer Verlust"

„Für uns ist ihr Tod ein sehr, sehr großer Verlust”, sagte Wolf-Dieter Ringguth, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte. Carmen Pralow hatte den Verband von 1995 bis 2002 als Geschäftsführerin geleitet, seit 1993 bis zu ihrem Tod war die Malchowerin ununterbrochen als Schatzmeisterin des Verbandes ehrenamtlich tätig.

„Mit ihr konnte man toll zusammenarbeiten, es hat über die vielen Jahre hinweg sehr viel Spaß gemacht. Sie hatte eine wunderbare, menschliche Art, die uns allen half, auch als es mal schwierig wurde“, sagte Ringguth gegenüber dem Nordkurier.

Wieder in den Dolmetscher-Job zurück

So sprang Carmen Pralow gleich zweimal für den Verband in die Bresche, als es an dessen Spitze kriselte: 1995, als man sich von dem damaligen Geschäftsführer trennte, und dann nochmals 2013, als sie die Geschicke des Verbandes als amtierende Geschäftsführerin einige Monate leitete, bevor der jetzige Geschäftsführer Bert Balke den Verband in ruhiges und sicheres Fahrwasser brachte. Zu dieser Zeit war sie auch in ihrem ursprünglichen Job tätig: als Dolmetscherin und Übersetzerin für die portugiesische Sprache.

"Lebenslustiger, offener Mensch"

Malchows Stadtpräsidentin Elke-Annette Schmidt erinnerte zudem an die Zeit, als der Fleesenseetouristik Malchow e. V. gegründet wurde, dem dann von der Stadt Malchow die Betreibung der Touristinformation übertragen wurde – mit eine Voraussetzung dafür, dass sich der Fremdenverkehr in der Inselstadt entwickeln konnte. „Ihr Tod reißt eine große Lücke”, sagte Schmidt.

Sacharbeit zum Wohle des Vereins und zum Wohle Malchows habe für Carmen Pralow im Vordergrund gestanden, und dabei „war sie vor allem ein lebenslustiger und offener Mensch, dem ihr Sohn und ihre Enkelkinder sehr, sehr viel bedeutet haben”, sagte Katrin Müller, Mitarbeiterin der Touristinformation.

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