WINTERSCHLAF

Im Bärenwald macht sich die Müdigkeit breit

Noch sind einige Bären in Stuer unterwegs, aber andere haben sich auch schon auf die dicke faule Haut gelegt und denken an den Winterschlaf. Einige Bärenwald-Bewohner haben jedoch immer noch mit ihrer schwierigen Vergangenheit zu kämpfen.
Petra Konermann Petra Konermann
Balou aus dem Bärenwald Müritz denkt bestimmt schon an den Winterschlaf.
Balou aus dem Bärenwald Müritz denkt bestimmt schon an den Winterschlaf. Bärenwald
Bär Otto lässt sich nicht stören, schon gar nicht, wenn man so nahe an der Winterruhe ist.
Bär Otto lässt sich nicht stören, schon gar nicht, wenn man so nahe an der Winterruhe ist. Bärenwald
Hallo Balou! Schon müde? Könnte sein, denn derzeit bereiten sich die Bären auf die Winterruhre vor, aber viel von ihnen sind noch unterwegs.
Hallo Balou! Schon müde? Könnte sein, denn derzeit bereiten sich die Bären auf die Winterruhre vor, aber viel von ihnen sind noch unterwegs. Bärenwald
Sindi hat sich schon in ihre Schlafkuhle zurückgezogen.
Sindi hat sich schon in ihre Schlafkuhle zurückgezogen. Bärenwald
Puh, diese Bärin ist müde! Luna macht schon mal ein Nickerchen.  
Puh, diese Bärin ist müde! Luna macht schon mal ein Nickerchen. Bärenwald
Stuer.

Die Bärendamen machen es richtig: Jetzt, wo der Winter nicht mehr fern scheint, haben sich viele von ihnen bereits in ihre Höhlen zurück gezogen und zur Winterruhe gebettet. Sindi ist schon verschwunden, Mary und Katja ebenso, auch Clara will mit der Außenwelt nicht mehr viel zu tun haben.

Warum die Bären-Männer, anders als die meisten Bärinnen, noch draußen herumstreichen, das wissen auch die Bärenwald-Mitarbeiter auch nicht. „Aber die meisten Bären sind natürlich jetzt insgesamt um diese Zeit sehr träge, und man muss schon sehr genau hinschauen, um sie noch zu entdecken, weil sie meist in ihren Kuhlen liegen“, berichtet Bärenwald-Betriebsleiterin Winnie Rösner.

Ordentlich Speck angefuttert

In den zurück liegenden Wochen hatten sich die Petze ordentlich Speck angefuttert, auch mit Hilfe zahlreicher Spenden. Denn in diesem Jahr wurden den Bären jede Menge Walnüssen ins Haus geliefert. „Es waren so viele, dass wir keinen Spendenaufruf mehr starten mussten. Die Menschen bei uns in der Region wissen längst, dass wir uns immer sehr über die Spenden freuen und die Bären die Nüsse gerne annehmen“, sagt Winnie Rösner. Ordentlich Speck auf dei Rippen bekommen die 16 Bären, die derzeit in dem Schutzareal leben, aber nicht nur durch zusätzliche Nuss-Mahlzeiten, sondern übrigens auch durch Wild, das bei Autounfällen gestorben ist und von den Förstern an den Bärenwald geliefert wird.

Manche Tiere haben natürlichen Rhythmus verlernt

Es gibt aber auch Bären, die liegen weder faul herum noch zeigen sie irgendwelche Anzeichen, dass sie demnächst an Winterruhe denken und womöglich eine Höhle zum Schlafen graben. „Das ist bei Pavle und Sylvia der Fall, das sind unseren letzten Neuzugänge. Beide Bären mussten viele Jahre unter schlechten Bedingungen leben und kennen so etwas wie Winterruhe nicht. Manchmal dauert es Jahre, bis sich die Tiere bei uns in einen Bärenrhythmus einfinden, den die meisten Tiere ja oft gar nicht leben konnten“, macht die Betriebsleiterin deutlich.

Behörden beschlagnahmten die serbischen Bären

Vor gut einem Jahr waren Pavle und Sylvia, die beiden letzten serbischen Zirkusbären, in den Bärenwald eingezogen. Die beiden Braunbären mussten in Serbien auf einem Zirkusgelände lange Zeit in einem winzigen Gitterkäfig hausen. Seit 2009 gilt in Serbien ein Wildtierverbot im Zirkus, seitdem mussten die Bären nicht mehr auftreten. Die Behörden beschlagnahmten die Tiere bereits im Oktober 2016 und brachten sie übergangsweise im Zoo von Belgrad unter, anschließend wurden sie in den Bärenwald Stuer überführt.

Bald kommt neuer Zuwachs

Dort ist man bereits jetzt bereit für den nächsten Neuzugang: Bärin Dushi, die in einer spektakulären Aktion gemeinsam mit anderen Tieren aus einem „Zoo“ in Albanien befreit wurde, soll demnächst im Bärenwald wohnen. Derzeit wird sie im Zoo in Tirana aufgepäppelt. „Im Moment müssen viele Genehmigungen bei Behörden beantragt werden, denn Dushi muss mehrere Grenzen überqueren, um zu uns zu gelangen. Darüber hinaus sind auch Quarantäne-Zeiten einzuhalten. Ich gehe davon aus, dass Dushi im Frühjahr bei uns sein wird“ erklärt Winnie Rösner.

 

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