MALCHOW MACHT BAU-PLÄNE

In der Gartenstraße wird aufgeräumt

Die Malchower Gartenstraße soll umgekrempelt werden. Die Planungen dafür sind fertig, schon im Sommer wird das Projekt in Angriff genommen. Und bei dem ist das alte Pflaster auch das neue.
Die Malchower Gartenstraße soll endlich saniert werden - im Juli könnten die Bauarbeiten starten.
Die Malchower Gartenstraße soll endlich saniert werden - im Juli könnten die Bauarbeiten starten. Petra Konermann
Malchow.

Lange mussten die Anwohner der Malchower Gartenstraße darauf warten, dass es auch vor ihrer Haustür richtig fein wird. Immerhin sind fast alle öffentlichen Straßen und Plätze in den zurückliegenden 20 Jahren seit der Wende auf Vordermann  gebracht worden. Letzte Bereiche – die Bahnhofstraße und die Gartenstraße – stehen oben auf der Arbeitsliste im Malchower Rathaus. Während die Dinge in Sachen Bahnhofstraße und die damit verbundene dringend nötige Verkehrsberuhigung noch in den Anfängen stecken, ist die neue Gartenstraße schon fertig – allerdings vorerst auf dem Papier.

Was auf die Anwohner zukommt und wie ihre Straße nach den Bauarbeiten aussehen soll, das haben sie auf zwei Einwohnerversammlungen bereits erfahren. Dort hat Malchows Bürgermeister Joachim Stein (Grüne) die Pläne zur Neugestaltungen der Gartenstraße vorgestellt. Das alte Pflaster, das derzeit die Gartenstraße bedeckt, wird aufgenommen und soll, so Stein, neu verlegt auch die „Haut“ der neuen Gartenstraße bilden. Gänzlich neu sortiert werden die Parkplätze, die links und rechts der Fahrbahn vorgesehen sind. „Es war eine ganz klare Forderung der Anwohner, dass die Parkplätze erhalten bleiben“, macht Stein deutlich. Doch nicht alle der bis dahin 27 Stellplätze können über die Bauarbeiten „gerettet“ werden. 21 von ihnen werden nach dem Abschluss der Umgestaltungsarbeiten zur Verfügung stehen. In Nischen entlang der Fahrbahn können die Autos abgestellt werden. Für Stein ist diese Variante eine „natürliche Form“ der Verkehrsberuhigung: „Wenn Autofahrer aneinander vorbei wollen, müssen sie Rücksicht nehmen und auch Vorfahrt gewähren. Dabei fährt dann jeder automatisch langsamer. Und das ist ja nichts Schlechtes.“

Der Rotdorn muss weg

Weichen müssen allerdings auch die Rotdorne, die die Straße bislang säumen. Dafür werden neue Bäume angepflanzt – „ein Allee-Charakter soll entstehen“, so Stein. Und wenn man bei den Sanierungsarbeiten schon dabei ist, dann wird auch gleich der Gehweg „aufgeräumt“: Denn die Straßenlaternen sollen verschwinden. Doch keine Angst – Licht für die Fußgänger gibt es trotzdem. Nur werden die Lampen laut Planungen an die Fassade der Häuser angebracht. „Die Gehwege sind dann übersichtlicher und auch sicherer für Fußgänger und Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Gartenstraße auch eine wichtige Zuwegung zur Reha-Klinik darstellt“, macht Stein deutlich.

Nach dem Volksfest, also im Juli, ist der Start mit den Bauarbeiten zur Neugestaltung der Gartenstraße geplant. Noch in diesem Jahr soll das Projekt abgeschlossen werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 400 000 Euro. Das Gros soll aus Städtebaufördermitteln bestritten werden. Rund 20 Prozent muss die Stadt aus ihrem Haushalt beisteuern.

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