Aqua Regia Park
Investor bekommt letzte Chance von Waren

SPD und Linke haben mit ihren Stimmen dem Investor Zeit verschafft. Foto: Ingmar Nehls
SPD und Linke haben mit ihren Stimmen dem Investor Zeit verschafft. Foto: Ingmar Nehls
Ingmar Nehls

Obwohl keine Finanzierung auf dem Tisch liegt, bekommt der Aqua Regia Park-Investor Zeit. Allerdings zum letzten Mal.

Bis zum Jahresende bleibt das Grundstück auf dem Warener Nesselberg für das 90 Millionen Euro teure Großprojekt Aqua Regia Park reserviert. Die Warener Stadtvertretung hat am Mittwochabend mit knapper Mehrheit dafür gestimmt, den Optionsvertrag mit dem in die Kritik geratenden Investor Gregor Schmidt bis zum 31. Dezember zu verlängern und bis dahin das Grundstück an keinen anderen Interessenten zu veräußern. Allerdings letztmalig.

In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa hatte Gregor Schmidt am Mittwoch betont, dass er weiter daran interessiert sei, das derzeit größte Tourismus-Projekt an der Mecklenburgischen Seenplatte umzusetzen.

Was Gregor Schmidt den Stadtvertretern aber auch bis zur Sitzung nicht präsentieren konnte, ist eine Finanzierung des Projektes. Dies hatte vor allem die CDU-Fraktion gefordert. Statt wie von Gregor Schmidt selbst am 11. Dezember angekündigt, die Unterlagen einzureichen, schickte er dem Bürgermeister ein Schreiben, in dem er vorsorglich Schadensersatzansprüche in Höhe von 2,3 Millionen Euro anzeigte. Für einige Stadtvertreter sei dieses Vorgehen keine Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit mit dem Investor. Befürworter für eine Verlängerung der Reservierung halten dem entgegen, dass sich die Stadt nichts verschenke, wenn man Gregor Schmidt noch Zeit einräumt. Die anwesenden Vertreter der Fraktion SPD/Grüne, sowie die anwesenden Vertreter der Fraktion Die Linke stimmten für die Verlängerung. Die Fraktion FDP/MUG lehnte die Frist bis Jahresende geschlossen ab. Bei der CDU stimmten Sven Breuer, Jürgen Seidel und Matthias Kumpf dagegen, die anderen anwesenden Fraktionsmitglieder enthielten sich.