DISKUSSION UM EIGENES GRÄBERFELD

Islamische Bestattungen – Landtag blickt nach Waren

Muslime in Waren wünschen sich ein Gräberfeld für muslimische Beerdigungen. Dies ist inzwischen bis nach Schwerin gedrungen. Die Linken im Landtag fordern generell neue rechtliche Formen.
Eine Kirchgemeinde und Flüchtlinge wünschen sich auf dem Warener Friedhof ein Gräberfeld für muslimische Bestattungen. Die sind hier nach der derzeit gültigen Satzung nicht erlaubt.
Eine Kirchgemeinde und Flüchtlinge wünschen sich auf dem Warener Friedhof ein Gräberfeld für muslimische Bestattungen. Die sind hier nach der derzeit gültigen Satzung nicht erlaubt. Carina Goels
Waren.

In der Diskussion um eine Fläche für islamische Bestattungen in Waren hat sich auch die Linksfraktion aus dem Schweriner Landtag zu Wort gemeldet. Wie Landtagsabgeordneter Peter Ritter gegenüber dem Nordkurier betonte, begrüßen die Linken die Warener Debatte zur Bestattungskultur. „Vor dem Hintergrund zunehmender Säkularisierung und religiöser Vielfalt, unterschiedlicher Familienmodelle sowie einer sich wandelnden Bestattungskultur wird das Bestattungsrecht den heutigen gesellschaftlichen Anforderungen nicht mehr gerecht." Die Linksfraktion habe bereits vor einem Jahr im Landtag eine breite gesellschaftliche Debatte zur Novellierung des Bestattungsrechts angeregt. "Dabei soll es auch um die rechtliche Klarstellung gehen, dass die Möglichkeit der sarglosen Bestattung besteht“. Wenn nun in Waren eine Debatte darüber geführt werde, könne dies den landespolitischen Dialog nur befördern.

Der AfD-Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte kritisierte, dass "hier schon wieder für Moslems ein Sonderrecht installiert werden soll". Das Vorhaben sei ein weiterer Schritt zur Ausbreitung des Islam und seiner Sitten, die "oft genug dem freien westlichen Menschenbild diametral widersprechen, es gar bekämpfen." Weiter heißt es: "Und wieder sind es die Amtskirchen, die es sich, in ständiger vorauseilender Unterwerfung, nicht nehmen lassen, als fünfte Kolonne an der Aufweichung unserer Traditionen beteiligt zu sein."

Mehr als 150 Muslime in Waren

Laut Peter Ritter nutzt die AfD diesen Sachverhalt, um Stimmung gegen Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens zu machen und die Kirchen als „fünfte Kolonne“ zu diffamieren. Dies passe in das Weltbild der AfD, so Ritter weiter. „Es sollte jedoch alle, die an einem gleichberechtigten Miteinander der Menschen interessiert sind, nicht von einem Dialog abhalten. Im Gegenteil“, meint er.

Zum Hintergrund: Einige der in der Stadt lebenden Muslime haben sich mit der Bitte an die Stadtvertreter und Bürgermeister Norbert Möller (SPD) gewandt, dass auf dem städtischen Friedhof ein muslimisches Gräberfeld und eine Gebetsfläche geschaffen werden. Unterstützt werden sie dabei von Pastorin Anja Lünert von der Warener Kirchengemeinde Sankt Georgen. „Viele haben Krieg und Tod erlebt, es gehört sehr zu ihrem Leben“, erklärt Lünert. „Eigentlich ist so ein Gräberfeld doch auch keine große Sache. Denn auf dem städtischen Friedhof ist viel Platz. Und über alles andere wie Kosten, Satzungen, Särge kann man reden.“ Aus der Stadtvertretung gibt es dazu gemischte Stimmen, positioniert haben sich viele Mitglieder noch nicht. In Waren leben mehr als 150 Muslime.

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Kommentare (4)

Ist dieser Bereich dann auch für Christen zugänglich oder gesperrt?
Wie müssen sich Spaziergänger da verhalten? - zB.: Wenn sie mit einer Katze einem Hund oder einem Schwein dort spazieren gehen?
Was passiert wenn zB ein Hund, noch dazu ein schwarzer aus Versehen an ein muslimisches Grab pinkelt - wird der dann verhaftet - ist das dann ein Nazi oder Rassist - viel Spaß - D wache auf!!!
Auf dem Area gilt dann muslimisches Recht - das kommt!

Was passiert denn wenn ich als Atheist aufm christlichen Friedhof meinen Hund, gleich welcher Fellfärbung, an Gräber pinkeln lasse? Richtig, gilt in Deutschland als Störung der Totenruhe und ist wohl eine Straftat....egal welcher Religion die unter dem Grabmal liegenden Überreste angehörten.

...empfinde ich so und so als eine Respektlosigkeit, mag der Hund dem Einzelnen noch so sehr als ein Familienmitglied erscheinen. Sehe ich so ein Vieh an ein Grab pinkeln oder koten dann sehe ich ROT für Herrchen und Hund!

@OTE EWERT
Richtig da muss man nachfragen. Die Sache mit den Tieren ist natuerlich zynisch gemeint.
Aber als "gefluechteter" Westler vor diesen Zustaenden sind aufgrund der Lage sind Fragen sehr wohl angebracht und richtig.
Die islamische Strategie ist es eben Boden und Raum zu besetzen, sich zu ghettoisieren und von dilort aus zu expantieren, in religioeser kultureller wirtschaftlicher und Populationtechnischer Hinsicht. Schaut in westliche Gross u. Mittelstaedte dann habt ihr die Zukunft vor Augen! Wer den Finger reicht, dem wird die Hand geraubt !