DEBATTE UM WARENER JUGENDZENTRUM

Jugendliche sauer auf Stadtchef

Wo bleibt die Jugend? Die Frage bezieht sich nicht nur auf die Standortsuche für das Jugendzentrum. Immer wieder wird Kritik laut, der Warener Nachwuchs halte sich zurück, wenn es um das Projekt geht. Stimmt nicht, sagen die, die es wissen müssen.
Deftige Kritik wegen der seiner Meinung nach mangelnden Einbeziehung junger Leute beim Projekt Jugendzentrum übt Philipp Lüders an dem ehemaligen Warener Bürgermeister Günter Rhein (links), hier mit seinem Nachfolger Norbert Möller (beide SPD).             
Deftige Kritik wegen der seiner Meinung nach mangelnden Einbeziehung junger Leute beim Projekt Jugendzentrum übt Philipp Lüders an dem ehemaligen Warener Bürgermeister Günter Rhein (links), hier mit seinem Nachfolger Norbert Möller (beide SPD).   Carsten Schönebeck
Waren ·

Das Staunen kann sich Philipp Lüders nicht verkneifen. Desinteresse am Projekt Jugendzentrum? Von wegen! Lüders engagiert sich seit Jahren im Jugendforum Waren. Abseits der Parteipolitik wollen sich junge Leute hier einbringen und Politik mitgestalten. Auch und gerade, wenn es um die Millionenspende von Jost Reinhold geht. Aber echte Möglichkeiten mitzureden, die seien in der Stadt kaum vorhanden. Die erste Zusage der Millionenspende für ein neues Jugendzentrum ist nun mehr als drei Jahre her. Ein Gebäude steht noch lange nicht. Derzeit debattieren die Stadtvertreter ausgiebig um einen möglichen Standort.

„Wir haben nie die Chance bekommen, uns über die Lage zu unterhalten“

Klar: Die Entscheidungen treffen am Ende die Gewählten. Doch den Jugendlichen vorzuwerfen, sie würden sich nicht einbringen, sei „eine maßlose Frechheit“, so Lüders. Genau das war in der Vergangenheit mehrfach geschehen. Doch das Gegenteil sei richtig. Allerdings habe die Stadtverwaltung diesem Interesse regelmäßig Steine in den Weg gelegt. Vor allem gegen Warens früheren Bürgermeister Günter Rhein (SPD) erhebt Lüders diesen Vorwurf. Den hatten die Jugendlichen bereits im Spätsommer 2011 angeschrieben, um Kontakt aufzunehmen. „Wir haben bis heute nie die Chance bekommen, uns mit dem damaligen Oberhaupt der Stadt über die Lage zu unterhalten“, so Lüders. Nach zwei Monaten hätte Rhein zwar geantwortet. Damit verknüpft war jedoch nur eine Einladung zur Sitzung des Kulturausschusses.

Lediglich Axel Müller (CDU), Amtsleiter des Landkreises, hätte die Mitglieder des Jugendforums auf dem Laufenden gehalten.

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