JUGENDZENTRUM - UND WIE WEITER?

Junge Leute wollen ein Wörtchen mitreden

Klar wollen sich die jungen Warener einbringen, wenn es um die Verwendung der Millionenspende von Jost Reinhold geht. Nur wie und wo? Gar nicht so einfach. Dabei gibt es bei dem Projekt Jugendzentrum noch viele offene Fragen.
Tony Wachholz und Philipp Lüders beim Besuch in der Nordkurier-Redaktion.
Tony Wachholz und Philipp Lüders beim Besuch in der Nordkurier-Redaktion. Carsten Schönebeck
Waren ·

Eigentlich sollte der Spatenstich für das Warener Jugendzentrum noch auf dem Boden des alten Müritz-Kreises stattfinden, erzählt Philipp Lüders. Den Kreis gibt es offiziell schon seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Und Philipp Lüders ist auch nicht mehr Schüler, sondern hat eine Ausbildung in Waren begonnen. Trotzdem: Das Thema lässt ihn und die anderen jungen Leute vom "Jugendforum Waren" nicht los. Schließlich gibt es noch viele offene Fragen. Vom Standort bis zur Betreibung.

"Bisher keine vernünftige Basis"

Dass die Jugendlichen der Stadt sich einbringen wollen, daran haben Philipp Lüders und Tony Wachholz vom Jugendforum keinen Zweifel. "Es gab bisher aber keine vernünftige Basis dafür", sagt Wachholz. Ausschusssitzungen mit ihren kilometerlangen Tagesordnungen seien es jedenfalls nicht. "Besonders dann, wenn man dort stundenlang als Zuhörer sitzt und gar kein Rederecht hat", ergänzt Lüders. Die vielen Rückschläge bei dem Thema hätten aber eher den Unmut bei den Warenern ihrer Altersgruppe geschürt.

Lob für den Entwurf

Immerhin gibt es jetzt ein klares Baukonzept, das verfolgt werden soll. In den Ausschüssen der Stadt wird derzeit debattiert, wo das "Joo!" entstehen könnte. "Wenn dieses Gebäude so kommt, wäre das toll", lobt Lüders den Entwurf. Auch wenn er noch Zweifel hat, ob alles so kommt, wie es jetzt auf dem Papier steht. Auch mit dem Standort geben sich die beiden zufrieden. Zentral und gut erreichbar, ob mit Bus oder Auto. "Es gab ja auch mal den Plan, vor dem alten Aquarium zu bauen. Das wäre vielleicht noch die bessere Lösung", sagt Lüders. Denn die Sorgen der Anwohner um ihre Nachtruhe seien verständlich. Doch der Bauplatz an der Herrenseebrücke ist inzwischen vom Tisch. Zu schwierig sei der Baugrund dort, heißt es von der Stadtverwaltung.

Fast wichtiger sei aber noch, dass die Zukunft des Jugendclubs am Papenberg jetzt als gesichert gilt. Denn mit dem neuen Erweiterungskonzept für die Grundschule bekommt auch der Jugendclub eine Sanierung. Ebenfalls finanziert mit Spendengeldern von Jost Reinhold.

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