POLIZEI

Junger Afghane schlägt in Waren Rettungssanitäter nieder

Eigentlich wollten die Rettungssanitäter dem 17-Jährigen nur helfen. Dann eskalierte die Situation.
Am frühen Montagmorgen wurden Rettungssanitäter von Jugendlichen angegriffen.
Am frühen Montagmorgen wurden Rettungssanitäter von Jugendlichen angegriffen. (Symbolbild) dpa - Bildfunk
Waren.

In der Warener Strandstraße sind am sehr frühen Montagmorgen Rettungskräfte von Heranwachsenden angegriffen worden. Als die Sanitäter ausrückten, hatte sich die Situation noch ganz „normal” angehört.

Wie die Polizei nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen erklärt, wurde eine Besatzung eines Rettungswagens gegen 2.55 Uhr in die Strandstraße gerufen, da sich dort angeblich eine hilflose, stark alkoholisierte Person auf der Straße befinden sollte. Bei der vermeintlich hilflosen, alkoholisierten Person, dem späteren Beschuldigten, habe es sich um einen 17-jährigen afghanischen Jugendlichen gehandelt. Als die Rettungssanitäter vor Ort eintrafen, befanden sich noch zwei seiner Freunde im Alter von 19 Jahren und mit syrischer Nationalität sowie ein 21-Jähriger mit unbekannte Herkunft mit einem BMW vor Ort. Auch die 16-jährige deutsche Freundin des 17-Jährigen war zu der Zeit dabei.

Mit der Faust ins Gesicht geschlagen

Doch noch bevor sich die beiden Rettungssanitäter um den Beschuldigten kümmern konnten, seien die zwei Freunde auf die Sanitäter losgegangen, um eine Untersuchung bei dem 17-Jährigen zu verhindern, teilte die Polizei weiter mit. Sie haben die Sanitäter aufgefordert, wieder wegzufahren. Einer der Sanitäter habe daraufhin versucht, die Freundin des vermeintlich hilflosen 17-Jährigen zur Sache zu befragen. Darauf regierte dieser äußerst aggressiv und sei gar nicht mehr so hilflos gewesen, wie es zunächst wirkte. Er sei auf den 45-jährigen Rettungssanitäter losgegangen und habe ihm unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn verletzt.

Polizei zu Hilfe gerufen

Die Freunde hätten sich daraufhin zwischen den Beschuldigten und den Geschädigten gedrängt und die Besatzung des Rettungswagens erneut aufgefordert wegzufahren. Den alarmierten Beamten des Polizeihauptreviers Waren sei es gelungen, die Situation vor Ort zu klären und die Personen voneinander zu trennen.

Atemalkoholtest ergibt 1,48 Promille

Wie es von der Polizei weiter hieß, sei der Beschuldigte während des gesamten Einsatzes verbal sehr aggressiv gewesen. Ein durchgeführter Atemalkoholtest habe einen Wert von 1,48 Promille ergeben. Da der Beschuldigte weder hilflos noch verletzt gewesen sei und sich auch nicht behandeln lassen wollte, wurde er nach Feststellung seiner Identität und nach der Erteilung eines Platzverweises vor Ort entlassen. Die Ermittlungen gegen den Beschuldigten wegen des tätlichen Angriffs und Körperverletzung wurden aufgenommen und dauern an.

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Kommentare (1)

Dass der hier Schutz sucht, fällt schwer zu glauben.