EISHALLE

Kann man in Malchow bald im Sommer Schlittschuh laufen?

Im Winter ist die Eishalle ein Besuchermagnet, im Sommer allerdings ungenutzt. Das wollen die Malchower Stadtvertreter gerne ändern.
Petra Konermann Petra Konermann
Für die Eishalle Malchow beginnt bald wieder die Schlittschuh-Saison. Im Sommer ist die Bahn allerdings ungenutzt.
Für die Eishalle Malchow beginnt bald wieder die Schlittschuh-Saison. Im Sommer ist die Bahn allerdings ungenutzt. NK-Archiv
Malchow.

Die Eishalle in Malchow könnte künftig vielleicht auch im Sommer genutzt werden. Daniel Finn, Geschäftsführer des Kultur- und Sportringes „Regenbogen“, stellte jetzt im Malchower Bldungs- und Kulturausschuss eine Idee dafür vor: Auf der Eissport-Anlage könnte in den Frühjahrs- und Sommermonaten eine synthetische Kunsteisbahn Schlittschuhläufer anlocken. Die künstliche Eisfläche, 30 mal 40 Meter groß, ließe sich durch das Zusammenfügen von einzelnen Platten schnell auf- und auch wieder abbauen und wäre, so Daniel Finn, im kleineren Umfang auch an anderen Orten montierbar, denkbar zum Beispiel beim Adventsmarkt auf dem Malchower Kloster.

Für Geschäftsführer Daniel Finn liegen die Vorteile auf der Hand: „Malchow hätte ein Alleinstellungsmerkmal, es würden Einnahmen auch im Sommer erzielt, man hätte eine Wetter unabhängige Variante für Touristen, Sportler könnten trainieren, Kinder und Jugendliche auch im Sommer Schlittschuh laufen.“

Ein Vertreter der schweizerischen Firma „Glice“, die diese Kunststofflaufbahnen herstellt, die in alle Welt verkauft werden, erklärte den Ausschuss-Mitgliedern ebenfalls aus seiner Sicht die Vorteile. Auf die Bahn gebe es zwölf Jahre Garantie, sie sei von Mitarbeitern, einmal eingewiesen, leicht zu montieren, die Bahn sei praktisch wartungsfrei und verbrauche keine Energie und verursache keine Wasser- und Stromkosten, so der „Glice“-Mann.

Schon lange und immer wieder hatte es in der Vergangenheit Kritik daran gegeben, dass es dem Kultur- und Sportring „Regenbogen“, dem Träger der Eishalle, nicht gelungen war, ein Konzept zu entwickeln, damit die Anlage auch im Sommer genutzt werden kann. Nur im Herbst- und im Winter, wenn in der Halle tatsächlich Eis liegt, wird die Sportanlage von Besuchern sowie von Eishockeymannschaften für Training und Wettkämpfe frequentiert.

Für Inlineskates gar nicht geeignet

Vor fast genau 20 Jahren, im November 1999, war die Anlage eröffnet worden. Damals wurde sie noch Eis- und Rollsportanlage genannt. Sie sollte, das war seinerzeit der Plan, im Winter fürs Schlittschuhlaufen und Eishockeyspielen genutzt werden, im Sommer sollten auf dem Betonboden Streetball und Rollhockey gespielt werden, auch Inlineskater sollten hier zum Zuge kommen.

Geworden ist aus diesen Plänen nichts: Der raue Betonboden eignet sich nicht für diese Sportarten. Der neue „Regenbogen“-Geschäftsführer Daniel Finn war in diesem Jahr auch mit der Maßgabe eingestellt worden, für die Eissportanlage endlich eine Sommer-Variante zu entwickeln. Die Idee, übrigens von Eishallen-Chef Martin Noffz in den „Regenbogen“ hineingetragen, liegt nun auf dem (Beratungs-)Tisch.

 

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